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Das Weinparlament

29. Mai 2006

Essen in Hannover

Autor: | Zeit: 11:10 Uhr | Rubrik: Wein, Essen & Trinken

nullLetztes Wochenende verschlug es uns nach Hannover. Eigentlich ist dies keine besondere Meldung wert, hätten wir dort nicht am Freitag besondere kulinarische Genüsse erleben dürfen. Schuld daran war das Gallo Nero, ein Restaurant der absoluten Spitzenklasse.
Das rustikal-elegante Ambiente lud gleich beim Eintritt zum Verweilen ein. Das historische Fachwerkhaus und die darin integrierte klassisch-italienische Einrichtung fügten sich zu einer sehr harmonischen Gesamtheit, die - wie sich im weiteren Verlauf des Abends noch herausstellen sollte - den perfekten Rahmen für ein ebensolches Essen bilden sollte.
Die umfangreiche Weinkarte ließ keine Wünsche offen. Mit mehreren hundert Positionen wurde die italienische Weinlandschaft sehr umfangreich präsentiert. Wir entschieden uns für die Chianti Classico Castello di Fonterutoli Reserva aus den Jahrgängen 1998 und 1995. Zwei sehr eigenständige Chianti, die sich beide auf sehr hohem Niveau bewegen. Müsste ich mich heute für eine von den beiden entscheiden, wäre es wohl der 1995er, denn hier stimmte bereits aus der Flasche alles: Die Harmonie aus reifer Frucht und feinem Säurespiel, die gut eingebundenen Tannine und das sehr schöne Finale fügten sich perfekt mit dem Lammrücken unter der Olivenkruste auf Zuckerschoten zu einem Hochgenuss zusammen. Die Dessertvariaton schmeckte ebenso vorzüglich und auch der hochprozentige Abschluss in Form eines sehr feinen, milden Grappa (Sorte leider vergessen) rundeten das gastronomische Erlebnis ab. Das Team des Hauses war jederzeitsehr freundlich und voll auf der Höhe, ohne dabei in irgendeiner Form aufdringlich zu wirken.
Der Weinschreiber meint: Sterneverdächtiger Top-Tipp!
CU

26. Mai 2006

5 Jahrgänge Angerer

Autor: | Zeit: 10:39 Uhr | Rubrik: Wein

Wie bereits in einem früheren Posting angekündigt, hatte der Weinschreiber vor kurzem die Möglichkeit, unter anderem 5 Jahrgänge Riesling Donatus von Kurt Angerer zu verkosten. Ein Vergnügen, wie sich herausstellen sollte. Denn mit Ausnahme der wahrscheinlich fehlerhaften Flasche aus dem Jahrgang 2003 bereiteten Kurts Rieslinge viel Trinkfreude!

Die Riesling-Trauben für den Donatus wachsen zu je 50% auf rotem Schotter und Granit-Urgesteinsboden. Der Ausbau erfolgt klassisch in Stahltanks. Die Charakteristik des Weins ist floral, mit einer schönen mineralischen Struktur und gutem Säurespiel.

Kurt Angerer: „Riesling Donatus 2000“
Dieser Jahrgang zeigt jetzt eine feine, reife Nase, ohne dabei an Frische einzubüßen. Leicht pikant, Noten von getrocknetem Gras, sehr elegant. Dann auch Noten von gelbem Steinobst, Johannisbeere, kaum die klassische Zitrusnote. Am Gaumen präsentiert sich der 2000er mit einer hervorragenden Struktur, Aromen reifer Beeren, sehr kraftvoll, fast cremig und mit einem sehr schönen Finale. 88+ Ingo-Punkte.

Kurt Angerer: „Riesling Donatus 2001“
Der 2001er zeigt sich ebenfalls mit reifer Note, die allerdings leicht petrolisch wirkt, ohne dabei jedoch diese unangenehme Schärfe zu entwickeln. Dann auch reife Orangen, ein leicht süßer Hauch, dezent alkoholisch wirkend, vielleicht etwas Firn. Am Gaumen dann aber sehr elegant, cremig, dicht und mit schöner Extraktsüße. Aber auch würzige Noten, Spargelwasser, Champignons. Ein völlig anderer Donatus als der 2000er, jedoch ebenfall sehr interessant und mit schöner Länge ausgezeichnet. 88 Ingo-Punkte.

Kurt Angerer: „Riesling Donatus 2002“
Hier zeigt sich eine fleischige Nase, süße Frucht, Johannisbeere, gelbes Steinobst. Dann auch Zitrusaromen, Ananas, Grapefruit – eben ein ganzer Fruchtcocktail. Auch Orange und Erbbeerbowle werden in der Runde genannt. Am Gaumen wieder mit hervorragender Struktur, feinwürzig, wieder mit leichter Extraktsüße, einer fast cremigen Textur und mit sehr schöner Länge im Abgang. Sehr lecker! 90 Ingo-Punkte.

Kurt Angerer: „Riesling Donatus 2003“
Das Problemkind der Runde. Trotzdem einige Worte wert, denn was sich hinter der Fehlerhaftigkeit der Flasche andeutete, war auch schon „großes Kino“. Aromen frischer Mandarine, Orange, Pfirsich, dann auch saftiger Apfel, aber eben auch dieser leichte Bonbon-Ton und leichte Grüntöne. Ein sehr würziger Wein, leicht staubig wirkend und sicher mit viel Extrakt ausgestattet. Aber eben nicht fair zu bewerten, da offensichtlich der Korkteufel sein Unwesen in der Flasche trieb. Schade! Ohne Bewertung.

Kurt Angerer: „Riesling Donatus 2004“
Der Jungspund der Runde, sich ebenso präsentierend: Angeführt von frischer Zitrusnote, sehr konzentriert, frisches Gras, dann aber auch eine leicht dropsige Nase, erinnert mich an Single Malt durch Aromen getoasteter Gerste, moderat im Alkohol. Am Gaumen frisch, mit schöner Zitrusnote, hinten heraus den Gerstenton verstärkend und mit schöner Länge. Allerdings auch noch sehr jung und daher ruppig. 84 Ingo-Punkte mit Tendenz zu viel mehr, wenn der Wein seine erste Reife erlangt.

Das war die Donatus-Vertikale, die dem Weinschreiber wieder mal aufzeigte, dass er mit seiner Meinung so falsch nicht liegt: Kurt Angerer macht richtig gutes Zeug! Derzeit voll auf der Höhe der 2002er Donatus, für Freunde gereifter Rieslinge aus dem schönen Kamptal seien jedoch auch die älteren Jahrgänge wärmstens empfohlen. Und 2003? Da braucht es wohl noch eine Konterflasche, danach weiß man mehr.
CU

25. Mai 2006

Verkostungsnotizen Weingalerie Essen II

Autor: | Zeit: 20:27 Uhr | Rubrik: Wein

Weiter ging es international und rot. Einige sehr interessante Tropfen waren dabei - und auch einige Preis-Leistungs-Knüller. Der Weinschreiber überlegt wieder mal, ob der Weinkeller schon voll genug ist oder noch Restplätze frei sind für edle Kreszenzen…

Bodegas Bréton
Bodega Bréton besitzt ca. 106 ha Weinberge, die größten davon sind „Loriñon“ (50 ha) und die 22 ha große Einzellage DOMINIO DE CONTE. Außerdem kontrolliert Breton weitere 150 ha Rebfläche durch Verträge mit Winzern. Die Qualitäts-Philosophie ist die Bewahrung des eleganten, harmonischen „Rioja Alta-Stils“ und der Langlebigkeit, für die traditionelle Riojas berühmt sind.

Bodegas Bréton: „Dominio de Conte Reserva 2001“
Intensive Aromen von Tannenholz, etwas grün, trotzdem sehr kraftvoll. Im weiteren Verlauf auch intensive Würze, rote Beeren. Am Gaumen ist die Reserva sehr saftig, erinnert an Paprika, wirkt mit den kräftigen Tanninen noch jung, aber schon schön strukturiert. 89 Ingo-Punkte.

Convento Oreja
Convento Oreja, das ist das Projekt von 14 Weinfreaks aus Madrid, die sich gemeinsam einen Traum verwirklicht haben: Das eigene Weingut. Nur 5 ha Rebfläche und eine Gesamtproduktion von gerade einmal 60.000 Flaschen sind für spanische Verhältnisse eine geradezu lächerliche Größe. Der Qualität ist dies allerdings sehr dienlich.

Convento Oreja: „Convento Oreja Crianza 2003“
Ein sehr eleganter Wein mit beeriger Nase, schönen Aromen roter Beeren. Am Gaumen mit Biss und toller Säurestruktur, kraftvoll und mit guter Länge. 86 Ingo-Punkte.

Bodegas Dehesa la Granja

Bodegas Dehesa la Granja: „Dehesa la Granja 2001“
Ein sehr runder, ausgewogener Wein. Aromen dunkler und roter Beeren, dezente Säurestruktur und feine Tannine zeichnen diesen Wein aus. Am Gaumen schön druckvoll und mit sehr guter Länge im Abgang. Ein schöner Wein! 88 Ingo-Punkte.

Bodegas Valpiculata

Bodegas Valpiculata: „Pena Tajada Crianza 2003“
Feinstes Holz, Vanille, dunkle Beeren und eine opulente Frucht zeichnen diesen Wein aus. Aber auch eine gelungene Würze und eine elegante Struktur sowie reife Tannine machen Spaß am Gaumen. Ein gut strukturierter Wein mit schönem Finale. 86+ Ingo-Punkte.

Bodegas Valpiculata: „Valpiculata Crianza 2003“
In der Nase macht sich nach und nach ein sehr schönes Bouquet schwarzer Beeren breit, dann auch süße Kirsche, Teer, Leder, dunkle Schokolade. Die Tanninstruktur ist kräftig, was dem jungen Wein allerdings auch sehr gut steht. Ungemein komplex, geradezu wuchtig und doch mit der nötigen Finesse versehen, zeigt er deutlich seine sonnige Herkunft. Das ist Spanien in Höchstform, wie auch der beerig-süße und sehr lange Abgang verrät. 91+ begeisterte Ingo-Punkte.

Bodegas Remirez de Ganuza

Bodegas Remirez de Ganuza: „Remirez de Ganuza Reserva 2001“
Ein schon extrem eleganter Wein, sehr kraftvoll zugleich, aber super rund. Das intensive Bouquet duftet nach reifer Kirsche, Blaubeere. Am Gaumen dann enormer Druck, sehr opulent, toll eingebundene Tannine und sehr schöner Biss. Ein stoffiger Wein mit einem schönen, langen Finale. Großes Zeug! 95 Ingo-Punkte.

Bodegas Rottlan Torra

Bodegas Rottlan Torra: „Tirant 2001“
In der Nase macht sich ein reifer Holzton breit, Schwefel, dann auch Vanille. Das Bouquet ist sehr beerig, schwarz. Am Gaumen setzt sich dann fort, was sich schon in der Nase ankündigt: Opulenz pur, ein Kraftprotz, sehr extraktreich, stoffig und mit großer Länge im Abgang. Toll! 94 Ingo-Punkte.

Salcheto

Salcheto: „Vino Nobile di Montepulciano 2001“
Rote Beeren stechen hervor, dann aber auch dunkle Waldbeeren, Schokolade. Am Gaumen sehr saftig, mit guten Tanninen, rund und ausgewogen. Ein netter Wein, der angenehme Trinkfreude bereitet. 83 Ingo-Punkte.

Salcheto: „Chianti Colli Senesi 2004“
In der Nase Noten von schwarzer Olive, dann aber auch rote Beeren. Etwas primärfruchtig wirkend. Ein netter, unkomplizierter Chianti, der süffig und rund daher kommt. 82 Ingo-Punkte.

Bibi Graetz

Bibi Graetz: „Testamatta 2001“
In der Nase machen sich kräftige, würzige Aromen breit, dann dunkle Waldbeeren. Insgesamt sehr opulent, leichte Noten von schwarzer Olive, viel Kraft. Am Gaumen sehr dicht, elegant, mit Aromen süßer Beeren, Schokolade, getrocknete Kräuter. Sehr druckvoll, mit toller Tanninstruktur versehen und enormem Finish. 93 Ingo-Punkte.

Tenuta Caparzo

Tenuta Caparzo: „Brunello di Montalcino 2001“
Aromen dunkler Beeren, Schiefer, mineralische Anklänge. Ein Wein mit Biss, kräftige Tannine, schöne Säure, leicht staubig wirkend. Ein sehr guter Brunello, der allerdings noch sehr jung ist. 90 Ingo-Punkte.

Tenuta Caparzo: „Brunello di Montalcino La Casa 1999“
Eher verhaltene Nase, elegante Frucht, Aromen roter Beeren. Filigran wirkend, schon fast zurückhaltend, verschlossen. Kirsche und Schiefer, mineralische Töne, derzeit irgendwie zu. 86 Ingo-Punkte.

Das waren die internationalen Weine - bis auf die Weine der Rhône von M. Chapoutier. Diese werden im dritten Teil der Verkostungsnotizen vorgestellt. Bis dahin wünscht der Weinschreiber viel Spaß bei der Lektüre und einen guten Tropfen im Glas!
CU

Verkostungsnotizen Weingalerie Essen I

Autor: | Zeit: 11:47 Uhr | Rubrik: Wein

Die Weingalerie Essen, ein wirklich schönes Weingeschäft im Essener Süden, lud letztes Wochenende zur Weinmess ein. Das konnte sich der Weinschreiber natürlich nicht entgehen lassen und konnte wieder mal viele Verkostungseindrücke sammeln. Dass diese hier hinein gehören, liegt auf der Hand. Dass die Liste zu umfangreich für nur ein einzelnes Posting ist, liegt am Weinschreiber ;-) Daher hier erstmal die deutschen Erzeuger.

Weingut Weegmüller - Pfalz
Die Familie Weegmüller aus Neustadt an der Weinstraße kann sich mit der präsentierten Kollektion sehen lassen. Schöne Rieslinge in verschiedenen Qualitäten, die alle eines gemeinsam haben: Sie vermitteln Trinkspaß durch wunderbar ausgeprägte Fruchtigkeit, Frische und Harmonie. Dazu noch die sympathische Stefanie Weegmüller-Scherr als Gesprächspartnerin – was will man mehr?

Weegmüller: „Riesling Qualitätswein trocken 2005 – Liter“
Ein sehr fruchtiger Auftakt, Aromen von Apfel, etwas Birne, sehr schöne Struktur und Länge. Ein durchaus eleganter Wein, der viel Trinkfreude bereitet. 83 Ingo-Punkte.

Weegmüller: „Riesling Kabinett trocken Haardter Mandelring 2005“
Eine frische, herbe Note umgibt die Nase. Zitrusaromen, Limette vorne, dann aber auch eine knackig lebendige Säure und guter Biss. Schöner, guter Abgang. 85 Ingo-Punkte.

Weegmüller: „Riesling trocken Alte Reben Haardter Herrenletten 2002“
Sehr schön gereifte Riesling-Nase, leicht erdig, elegant, mit einer geradezu perfekt eingebundenen Säure. Der Wein umschmeichelt den Gaumen geradezu mit Noten reifer Ananas und gutem Druck. Auch im Finish überzeugend. 87 Ingo-Punkte.

Weegmüller: „Scheurebe Qualitätswein trocken 2005“
Sehr Silvaner ähnlich mit Noten von Stachelbeere, dann auch Zitrusnoten, allen voran Grapefruit. Ein feinwürziger Tropfen, der im weiteren Verlauf elegante Apfelaromen freigibt, auch frisches Heu. Im Abgang pikant-reiffruchtig und sehr schön. 87 Ingo-Punkte.

Weegmüller: „Riesling Kabinett halbtrocken 2003“
Der Wein präsentiert das reife Lesegut: würzig, pikant, kraftvoll, mit viel Druck am Gaumen, eher verhaltener Säure und schöner Opulenz, die sich bis in das lange Finale trägt. 89 Ingo-Punkte.

Weegmüller: „Grauer Burgunder trocken Alte Reben 2003“
Ein sehr pikant-würziger Grauburgunder, Aromen von reifem gelben Steinobst, sehr komplex, druckvoll und mit schöner Länge ausgezeichnet. 89 Ingo-Punkte.

Weingut Paulinshof – Mosel
Das in der Gemeinde Kesten (Bereich Bernkastel) beheimatete Weingut residiert in einem ehemaligen Stiftshof der Kirche St. Paulin in Trier. Ca. 9 ha Rebfläche, allesamt mit Riesling bestückt, werden von der Familie Jüngling bewirtschaftet. Mit schönen Erfolgen, wie meine Aufzeichnungen (subjektiv) belegen.

Paulinshof: „Paulinshof Guts-Riesling trocken 2005 – Liter“
Ein frischer Wein mit schönen Zitrusaromen, knackiger Säure und gutem Biss. Dabei trotzdem rund und ausgewogen wirkend. Ein sehr schöner Terrassenwein. 82 Ingo-Punkte.

Paulinshof: „Riesling Spätlese trocken Brauneberger Juffer Sonnenuhr 2005“
Tolle Pfirsichnote, reifer Apfel, sehr elegant, ein Schmeichler geradezu, mit filigraner Frucht, gutem Körper und feiner Säurestruktur. Auch im Abgang gut gelungen. 87 Ingo-Punkte.

Paulinshof: „Riesling Auslese trocken Kestener Paulins-Hofberger 2004“
Ein feinwürziger Wein, sehr elegant wirkend, Aromen von gelbem Steinobst, feine Säurestruktur und schöne Länge. 88+ Ingo-Punkte.

Paulinshof: „Riesling Spätlese trocken Brauneberger Kammer 2004“
Sehr würziger Auftakt, Aromen getrockneter Kräuter, Schiefer, reife Frucht, Birne. Aber auch exotisch anmutende Noten, Heu. Am Gaumen mit schöner Mineralik, tollem Druck und sehr guter Länge. 90+ Ingo-Punkte.

Paulinshof: „Paulinshof Guts-Riesling halbtrocken 2005 – Liter“
In der Nase sehr schöne, druckvolle Frucht, Zitrusaromen dominieren, aber auch grüner Apfel. Am Gaumen sehr schöne Säurestruktur, guter, eleganter Biss und schöne Länge. 84 Ingo-Punkte.

Paulinshof: „Riesling Kabinett feinherb Kestener Herrenberg 2005“
Reife Frucht, Ananas, Birne, exotisch anmutend, Maracuja. Ein pikanter Wein mit kräftiger Frucht, vollmundig und mit schöner Länge. 88 Ingo-Punkte.

Paulinshof: „Riesling Spätlese feinherb Brauneberger Kammer 2004“
Ein Wein mit sehr schönem Druck, komplex, kraftvoll. Aromen von Pfirsich, Ananas, Maracuja, dazu noch eine feinwürzige Note. Aber auch leicht floral anmutend. Die Säure ist sehr elegant und unterstützt die Textur des Weins hervorragend. 91 Ingo-Punkte.

Weingut Knipser – Pfalz
Das Weingut Knipser versteht es wie kaum ein anderer Betrieb in Deutschland, vor allem die roten Weine im Barrique zu sensationellen Weinen auszubauen. Aber auch die weißen Weine des Weinguts müssen sich nicht verstecken – im Gegenteil! Von der gleich bleibend hohen Qualität der angepriesenen Weine war ich sehr beeindruckt.

Knipser: „Riesling Kabinett trocken Laumersheimer Kapellenberg 2005“
Sehr mineralisch, geprägt von Zitrusaromen, guter „straighter“ Wein mit Biss, Grapefruit. Tolle Textur und schöne Länge. 84 Ingo-Punkte.

Knipser: „Riesling Großes Gewächs Steinbuckel 2004“
Ein toller Wein! Feinwürzige Nase, floral anmutende Note, reife Zitrusaromen, dann Maracuja. Super dicht, komplex, mit enorm viel Druck. Ein frischer und doch sehr intensiver Wein mit einem sehr langen Finale. Ein purer Kraftprotz! 93 Ingo-Punkte.

Knipser: „Cuvée Rosé 2005“
Feine Noten nach roten Beeren, Himbeere, dann auch feine Kräuternote. Ein schöner Saft, frisch, der Spaß macht. Ein idealer Sommerwein! 84+ Ingo-Punkte

Knipser: „Cuvée Gaudenz 2002“
Süßliche Aromen von feinem Holz, frische Kirsche und kräftige Tannine. Ein Wein mit gutem Biss, etwas grüner Paprika und einem insgesamt straighten Wesen. 82 Ingo-Punkte.

Knipser: „Blauer Spätburgunder Qualitätswein trocken 2001“
Aromen von reifen, roten Beeren, schöne Würzigkeit, leicht erdig, erinnert an Torf. Am Gaumen sehr präsent, mit schöner Textur, wirkt leicht süffig, elegant, mit toller Fruchtigkeit und guter Tanninstruktur. Auch im Abgang schöne Länge. 86+ Ingo-Punkte.

Knipser: „Spätburgunder Auslese trocken Großkarlbacher Burgweg 2003“
Kräftige Aromen dunkler und roter Beeren, sehr rund und ausgewogen, die Tannine sind wunderbar eingebunden. Ein Wein mit gutem Biss, süße Beeren, Teer. Am Gaumen mit toller Tanninstruktur, guter Säure, feiner Mineralik, Kraft, Druck. Sehr gute Länge. 90 Ingo-Punkte.

Knipser: „Cuvée X 2003“
Der Berühmte aus dem Hause Knipser. Und man weiß direkt, warum. Sehr intensive, opulente Nase nach dunklen und roten Beeren, feinwürzig und dezent erdig. Das Bouquet ist fantastisch. Am Gaumen dann mit sehr ausgewogener Struktur, klassisch elegant, sehr beerig-würzig und mit einem ewig langen Finale. Ein sehr komplexer, kraftvoller Wein, der trotzdem sensationell ausgewogen und elegant wirkt. 94+ Ingo-Punkte.

Weinhaus Pfaffenweiler
Als einzige badische Kooperative gelang es dem Weinhaus Pfaffenweiler, im aktuellen Gault Millau 3 Trauben zu ergattern. Ein Beleg der schönen Qualitäten der qualitätsbewussten Erzeuger aus dem Markgräflerland.

Pfaffenweiler: „Spätburgunder Rotwein Qualitätswein trocken 2003“
Sehr beerig, Aromen süßer Kirsche und eine opulente Fruchtigkeit dominieren den Wein. Am Gaumen mit feinem Biss, schöner Würzigkeit und einer runden, ausgewogenen Struktur. Sehr schön! 87 Ingo-Punkte.

Pfaffenweiler: „Cabernet Sauvignon trocken Santa Clara 2004“
Sehr schöne Cabernet-Typizität. Kräftig würzig, Aromen dunkler Waldbeeren, und eine ausgewogene Struktur zeichnen diesen Wein aus. Ein eleganter Kraftprotz, dessen tolle Frucht mit der Dichtheit und Komplexität eine schöne Liaison eingeht. 90 Ingo-Punkte.

Das war der erste Teil der Verkostungsnotizen. Es folgen noch einige interessante Weine aus Italien, Spanien und nicht zuletzt auch der Rhône. Mehr dazu bald hier!
CU

21. Mai 2006

Weinzeche am Freitag

Autor: | Zeit: 18:23 Uhr | Rubrik: Wein

Die Weinzeche lud am Wochenende zu ihrer jährlichen Weinmesse mit dem Thema Deutschland ein. Einige österreichische Kreszenzen wurden zwar auch angeboten, aber aufgrund der knappen mir zur Verfügung stehenden Zeit konzentrierte ich mich auf wenige deutsche Winzer.

Weingut Josef Leitz
Das Weingut Josef Leitz gehört in der Weinbranche zu den Großen der rheingauer Weinszene. Traditionell arbeitend, gehören die Weine des Winzers auch wirklich zum Besten, was Deutschland zu bieten hat.

Josef Leitz: „Riesling trocken 2005“
Aromen feiner Zitrusfrucht, grüner Apfel, am Gaumen schöne, knackige Säure und elegant wirkender Biss. Ein sehr schöner Terrassenwein, der viel Trinkspaß bereitet. 82 Ingo-Punkte.

Josef Leitz: „Rüdesheimer Bischofsberg Spätlese trocken 2005“
Feinherbe Nase, klar und frisch wirkend, Aromen von Grapefruit und Limette. Auch am Gaumen feine Herbe und nach hinten heraus feinwürzige Schärfe. Gutes Finale. 85 Ingo-Punkte.

Josef Leitz: „Rüdesheimer Schlossberg Spätlese trocken 2005“
Zu Beginn eine eher verhaltene Nase, leicht floral wirkend. Dann Zitrusaromen und ein Rest hefiger Noten. Eine angenehme und elegante Struktur und trotzdem guter Biss. Der Wein ist noch richtig jung, wird sich aber sehr gut entwickeln! 88 Ingo-Punkte.

Josef Leitz: „Rüdesheimer Magdalenen Kreuz Riesling Spätlese 2005“
Aromen exotischer Früchte, Mango, Maracuja, Zitrusfrucht. Am Gaumen sehr gute Struktur, feine Säure und Aromen von grünem Apfel. Toller Biss und schöne Länge! 89+ Ingo-Punkte.

Weingut Markus Molitor
Markus Molitor gehört zweifelsohne zu den ganz großen Winzern der Mosel und auch Deutschlands. Er versteht es extrem gut, seinen Weinen unverwechselbare Charaktere zu verleihen. Darüber hinaus ist er sehr agil, gehört seine Weinliste jedes Jahr doch zu den längsten. Dass das der Qualität nicht den geringsten Abbruch tut, beweist jeder einzelne Wein seines Repertoires.

Markus Molitor: „Riesling QbA trocken Liter 2004“
Wie alle Weine von Molitor als seine zu erkennen. Sehr schöne, würzige Aromen, leichter Schwefel, Noten von gelbem Steinobst, getrocknete Gräser. Am Gaumen mit sehr schöner Fülle und guter Säurestruktur. Ein gelungener Terrassenwein. 84 Ingo-Punkte.

Markus Molitor: „Riesling QbA trocken 2004“
Feinwürzig, wieder schwefelig, dann reife Zitrusaromen, Apfelschale. Am Gaumen knackig, mit kräftiger Säure versehen, viel Biss. Aromen frischer Kräuter gesellen sich hinzu.. Im Finale fruchtig-knackig und von schöner Länge. 85 Ingo-Punkte.

Markus Molitor: „Bernkasteler Badstube Riesling Kabinett trocken 2004“
Intensives Bouquet exotisch anmutender Früchte, Banane, wieder leicht schwefelige Noten. Ein sehr mineralischer Wein, mit würzig-toastigen Noten und sehr schöner Länge. 86+ Ingo-Punkte.

Markus Molitor: „Erdener Treppchen Riesling Spätlese trocken 2003“
Ein feingliedriger Wein, getragen von schönen Zitrusaromen, Limone. Leichte Anmutung des Holzfasses. Sehr elegant und trotzdem pikant. Am Gaumen würzig, leicht erdig wirkend mit Noten getrockneter Kräuter. Ein toller Trinkspaß! 88+ Ingo-Punkte.

Markus Molitor: „Saar Riesling Alte Reben 2003“
Dieser Wein wirkt sehr pikant, leicht getoastet, würzig, mit einem Hauch Schwefel. Fruchtige Aromen von süßem Apfel, exotischem Fruchtkorb. Tolle Reife, dicht, kraftvoll, mit viel Druck am Gaumen. Sehr gut ausbalanciert und tolle Länge! 90+ Ingo-Punkte.

Markus Molitor: „Zeltinger Sonnenuhr Riesling Auslese** 2003“
Eine meiner absoluten Lieblingslagen an der Mosel! Und auch dieser Wein zeigt mir auf, warum ich von diesen Weinen so begeistert bin: Sehr druckvoll, dicht, komplex! Exotische Früchte, reifer Pfirsich, sehr vollmundig, geradezu extrem einnehmend. Ein toller wein, der auch im exotisch anmutenden Finale voll überzeugt! 92 Ingo-Punkte.

Markus Molitor: „Riesling Sekt Brut 2002“
Auch in Sachen Schaumwein versteht Markus Molitor es, tolle Ergebnisse zu produzieren. Dieser Sekt besticht durch seine fruchtig-würzige Nase, Aromen von frischem Heu, einer sich am Gaumen kräftig aufbauenden Perlage und sehr eleganter Struktur. Die Reife des Sektes bindet sich in die frische Eleganz hervorragend ein. Ein Tropfen, der viel Trinkfreude bereitet! Zunächst 88, dann auf 89+ Ingo-Punkte korrigiert, weil er einfach etwas Besonderes ist.

Weingut Van Volxem
Roman Niewodniczanski gehört zu den besten Winzern der Saar, einer Region, zu der ich ein besonderes Verhältnis habe. Weil sie als Bestandteil der Mosel-Saar-Ruwer Region eben für die Art von Rieslingen steht, die Eleganz mit Opulenz zu paaren versteht. Und wie das besonders gut gelingen kann, zeigt das Weingut Van Volxem jedes Jahr aufs Neue. Aber 2005 scheint ein besonderes Jahr zu sein. Denn was jetzt schon – teilweise als Fassmuster verkostet – in die Flasche gelangt, wird für viel Furore sorgen. Da bin ich mir sicher.

Van Volxem: „Schiefer Riesling 2005“
Dieser „neue“ Basisriesling aus dem Hause Van Volxem besticht durch seine schöne, beerige Nase, den typischen Aromen exotischer Früchte und einer in dieser Preisklasse geradezu sensationellen Eleganz. Noten von knackigem Apfel, feinwürzige Nuancen und ein doch recht pikantes Gerüst runden den positiven Eindruck ab. 85+ Ingo-Punkte

Van Volxem: „Saar Riesling 2005“
Dieser Saar Riesling wird sicher der beste sein, den es bis dato von Van Volxem gab. Feinfruchtig, Aromen von gelbem Steinobst, kräftige Kräuter, leicht apfelig und pikant. Am Gaumen trotz aller Komplexität doch sehr elegant und geschmeidig. Ein toller Wein! 87 Ingo-Punkte.

Van Volxem: „Riesling Alte Reben 2005“
Typisch und doch anders als seine Vorgänger präsentiert sich der Alte Reben. Leicht herbe Noten von frischem Apfel, exotische Würze und sehr dichte, komplexe Struktur. Ein Kraftpaket mit dezenter, dennoch guter Säurestruktur und einer sehr gelungenen Mineralität. Sein elegantes Wesen behält er bis in den sehr langen und schönen Abgang hinein. 89 Ingo-Punkte.

Van Volxem: „Scharzhofberger Pergentsknopp 2004“
Sehr schöne, pikant-fruchtige Aromen, exotischer Fruchtkorb und viel, viel Druck. Ein kraftvoller Wein mit schöner Mineralität, guter Säurestruktur und langem Finale. Toll! 90+ Ingo-Punkte.

Van Volxem: „Wiltinger Gottesfuß 2004“
Der Gottesfuß gehört auch zu meinen absoluten Favoritenlagen. Was ich bisher von dort verkosten durfte, hat mich jedes Mal fasziniert. So auch dieser Wein: Sehr opulent, pikant und elegant. Aromen getrockneter Gräser, tolle Fruchtsüße, exotische Früchte, äußerst kraftvoll. Ein sehr langes Finale macht geradezu süchtig! 91+ Ingo-Punkte.

Van Volxem: „Alte Reben Spätlese 2003“
Aus dem berühmten Sonnenjahr, eben von diesem in die schiere Opulenz getrieben. Doch entgegen vieler anderer Gewächse kann der Alte Reben Spätlese sehr gut mit der Kraft des Jahrgangs umgehen. Extrem druckvoll, süße Früchte, erinnert an Banane, leicht getoastete Noten und ein ewig andauerndes Finale machen den Wein zu etwas Besonderem. Ein tolles Trinkerlebnis! 93+ Ingo-Punkte.

Weingut Groebe
Das Weingut Groebe in Rheinhessen ist seit langem bekannt für seine sehr guten Lagenrieslinge, die Jahr für Jahr zu überzeugen verstehen. Dieses Wochenende hatte ich in der Weinzeche „nur“ das Große Gewächs aus 2004 verkostet und bin trotzdem schon sehr angetan!

Groebe: „Riesling Aulerde 2004“
Ein frisch anmutender Wein mit floral anmutenden Aromen von Zitrusfrucht, frisch geschnittenem Gras, Litschi. Am Gaumen sehr mineralisch, exotisch wirkend, mit kräftiger, noch jugendlich wirkender Säurestruktur. Klar-knackig, fruchtig-krautig und mit einer schönen Länge im Abgang versehen. 88 Ingo-Punkte.

Weingut Schäfer-Fröhlich
Tim Schäfer-Fröhlich ist ein junger und aufstrebender Winzer, der seit Mitte der 90er Jahre nach und nach das elterliche Weingut übernommen und für stetige Qualitätsverbesserung gesorgt hat. Sein Qualitätsbestreben merkt man seinen Weinen auch an: In allen Kategorien vermögen sie zu überzeugen und Trinkspaß zu garantieren. Für mich auf jeden Fall ein Weingut, welches zu den besten Betrieben Deutschlands zu zählen ist.

Schäfer-Fröhlich: „Schlossböckelheimer Riesling trocken 2004“
Ein würziger Wein, Aromen von Spargel, dichte Frucht, reifer Apfel. Dann aber auch exotisch anmutende Frucht, Zitrusaromen am Gaumen. Ein Wein mit schönem Biss, kräftiger Säure und gutem Finale. 83+ Ingo-Punkte.

Schäfer-Fröhlich: „Nahe Riesling trocken 2005“
Dieser Riesling ist ein angenehmer Terrassenwein mit frischer Säure, Biss und angenehmer Zitrusaromatik, vielleicht grünem Apfel. Trotz seiner straighten Art durchaus elegant. 83 Ingo-Punkte.

Schäfer-Fröhlich: „Bockenauer Felseneck Riesling Kabinett trocken 2005“
Sehr schöne Frucht und Mineralik, eine feine Zitrusnote, leicht exotische Charakteristik, grüner Apfel. Am Gaumen mit einem tollen Säuregerüst, schöner Mineralität und gutem Finale. 85 Ingo-Punkte.

Schäfer-Fröhlich: „Bockenauer Felseneck Riesling Spätlese trocken 2005“
Der Wein verfügt über eine tolle Dichte, opulente Frucht und feine Mineralik. Am Gaumen mit sehr schönem Druck, kraftvoller Zitrusfrucht und sehr schöner Länge. 88 Ingo-Punkte.

Schäfer-Fröhlich: „Bockenauer Felseneck Riesling Spätlese 2004“
Deutlich tritt der exotische Fruchtkorb in den Vordergrund, gefolgt von Weinbergspfirsich. Am Gaumen dichte, komplexe Struktur, trotzdem sehr elegant, fast feingliedrig wirkend und mit einem fulminantem Finale. 89+ Ingo-Punkte.

Schäfer-Fröhlich: „Bockenauer Felseneck Riesling Auslese 2005“
„Unterm Tisch“ dann das bisherige Paradestück 2005 des Weinguts. Sehr dicht, tolle Exotik und ein sehr schöner, klarer Glanz am Gaumen, die Mineralität in Kombination mit der schönen Fruchtigkeit ist schon beeindruckend, feine Fruchtsüße, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Auch im Finale von sehr schöner, ausgewogener Länge. 92+ Ingo-Punkte.

Weingut Meyer-Näkel
Werner Näkel hat schon für viel Furore mit seinen Weinen gesorgt. Der sympathische Winzer von der Ahr versteht es aber auch wie kaum ein anderer, seinen Weinen das besondere Etwas mit in die Flasche zu geben. Eigentlich ist eine Bewertung seiner 2005er Weine zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas früh, gewinnen sie doch derzeit mit jeder Woche Ruhe in der Flasche.

Meyer-Näkel: „Us de la Meng 2005“
Sein wohl berühmtester Wein. Erdig wirkend, mit Aromen roter Beeren, Graphit, Schiefer. Ein stoffiger Wein, der die Aromen frischer Kirsche erst mit einiger Zeit im Glas preis gibt. Am Gaumen sehr saftig und angenehm mit einem fruchtigen Finale. Liegen lassen! 84 Ingo-Punkte.

Meyer-Näkel: „Spätburgunder QbA trocken 2005“
Wieder die typisch erdigen Noten, dann reife Kirsche, feine Tannine und leicht würzige Nuancen. Später durchaus pfeffrige Noten, stoffig und schöne Würze. Ein sehr schöner Wein. 86+ Ingo-Punkte.

Weingut Fritz Waßmer
Fritz Waßmer und seine Weine laufen mir immer wieder über den Weg. Und sie zeigen stets, dass gerade die Region Baden eine Hochburg für den Spätburgunder ist. Wenn ein Waßmer auf dem Tisch steht, sage ich nie Nein!

Fritz Waßmer: „Spätburgunder trocken 2004“
Man merkt dem Wein seinen Ausbau im großen Holzfass an. Aromen von Holz, Toast, Vanille, aber auch dunkle Beeren. Schon schön reif wirkend, mit Druck und Komplexität. Am Gaumen würzig, die Frucht wird von angenehmer Geschmeidigkeit gestützt. Ein Pinot Noir, der sehr stoffig wirkt, staubtrocken auf der Zunge liegt und doch zu verführen versteht. 87+ Ingo-Punkte.

Das waren die in der Weinzeche verkosteten Weine. Allesamt machten sie Spaß, Ausfälle musste ich Gott sei Dank nicht entdecken. Deutschland braucht sich mit seinen Weinen international überhaupt nicht zu verstecken – ganz im Gegenteil! Und dass die roten Kreszenzen auf dem Vormarsch sind, ist keine Neuigkeit mehr. Ich bin bekennender Deutschlandwein Liebhaber! Rot und weiß!
CU

19. Mai 2006

Vinophiles Wochenende

Autor: | Zeit: 12:25 Uhr | Rubrik: Wein

Dieses Wochenende steht mal wieder einiges in Sachen Wein auf der Tagesordnung. Den Anfang macht heute die Weinzeche, die zur Weinmesse Deutschland bittet. Hochkarätige Winzer werden dort ihre Weine präsentieren. Molitor, Kühn, Van Volxem, Schäfer-Fröhlich, Leitz, Meyer-Näkel und, und, und! Da läuft dem Weinliebhaber das Wasser im Munde zusammen!
Morgen lädt dann die Weingalerie Essen zu ihrer fünften Weinmesse in die ehemalige Scheune des Schloss Schellenberg und heutigem Ladengeschäft. Auch hier werden einige interessante Tropfen zu verkosten sein. Das Angebot in der Weingalerie beschränkt sich hierbei nicht auf ein Land. Vielmehr kann man sich einen guten Überblick über das Sortiment der sympathischen Weinhändler machen.
Ich bin in beiden Fällen gespannt!
CU

17. Mai 2006

Rudi geht

Autor: | Zeit: 16:28 Uhr | Rubrik: Der alltägliche Wahnsinn, Schalke

Schalke ist immer wieder für Schlagzeilen gut. Meistens von Rudi Assauer lanciert. So auch dieses Mal. Denn er geht. Nicht mal kurz um die Ecke, sondern für immer. Aus ist seine Amtszeit als Manager des Schalke 04. Entschieden hat das der Aufsichtsrat des Vereins, der sich einstimmig gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem Schalker Vorzeigemanager ausgesprochen hat. Ob das die richtige Entscheidung war, wage ich mal zu bezweifeln. Wir werden es sehen…
CU

Aufhören, wenn es am schönsten ist

Autor: | Zeit: 09:31 Uhr | Rubrik: Der alltägliche Wahnsinn, Sport

Klinsmann täte gut daran, genau jetzt als Bundestrainer zurück zu treten. Denn seien wir mal ehrlich: Wann werden wir mal wieder ein 7:0 einer deutschen Nationalmannschaft bewundern dürfen?
CU

16. Mai 2006

Das Leben kann so schön sein

Autor: | Zeit: 20:01 Uhr | Rubrik: Wein

Da sitze ich gerade vor dem Fernseher und schaue mir den Film Sideways an und trinke dazu einen Madiran Château d’Aydie 2002. Der wirklich witzige Film und der beerige Wein machen geradezu Lust auf die nächste Weinreise.

Château d’Aydie 2002
In der Nase sehr intensive dunkle Beeren, reife Kirsche, Blaubeere und ein Hauch feiner Süße, vielleicht helle Schokolade. Feine Kräuteraromen runden das Gesamtbild ab. Ein erdiger Wein, der am Gaumen trocken, staubig und mit dunklen Beerenaromen daher kommt. Die feinen Tannine sind bereits sehr gut eingebunden, der Alkohol zeigt - wenn auch äußerst dezent - sein Stelldichein. Ein Wein, der trotz seiner jungen Art bereits heute sehr viel Spaß bereitet, ohne dabei den Anspruch zu erheben, zu den ganz Großen zu gehören. Sehr lecker! 85+ Ingo-Punke.
CU

15. Mai 2006

Der WM-Kader

Autor: | Zeit: 13:09 Uhr | Rubrik: Sport, Schalke

Jetzt ist es raus: Jürgen Klinsmann hat heute seinen Kader für die Fußball-WM im eigenen Lande präsentiert. Und für alle Schalker völlig daneben gegriffen. Denn Kevin Kuranyi ist nicht mit von der Partie. Das zeigt einmal mehr, dass man von Kalifornien aus doch keinen so guten Überblick über das hat, was fußballerisch in Deutschland abgeht.

Hier der 23-köpfige WM-Kader:

Tor: Jens Lehmann (FC Arsenal), Oliver Kahn (Bayern München), Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)

Abwehr: Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Per Mertesacker (Hannover 96), Robert Huth (FC Chelsea), Christoph Metzelder (Borussia Dortmund), Jens Nowotny (Bayer Leverkusen), Philipp Lahm (Bayern München), Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach)

Mittelfeld: Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Bernd Schneider (Bayer Leverkusen), Torsten Frings (Werder Bremen), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart, Sebastian Kehl (Borussia Dortmund), Tim Borowski (Werder Bremen), Michael Ballack (Bayern München), David Odonkor (Borussia Dortmund)

Angriff: Miroslav Klose (Werder Bremen), Lukas Podolski (1. FC Köln), Mike Hanke (VfL Wolfsburg) , Gerald Asamoah (Schalke 04), Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach)

Auf Abruf: Robert Enke (Hannover 96), Manuel Friedrich (FSV Mainz 05), Patrick Owomoyela (Werder Bremen), Fabian Ernst (Schalke 04), Paul Freier (Bayer Leverkusen), Kevin Kuranyi (Schalke 04)
CU

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