Anthony Barton vom Château Leoville Barton in Bordeaux ist von der englischen Zeitschrift Decanter zum Man of the Year 2007 ernannt worden. Der 76jährige mit irischen Wurzeln ist nach Meinung des Weinschreibers genau der richtige Mann für diese Auszeichnung, zeigt er doch seit Jahren, dass große Bordelaiser Winzerkunst auch bezahlbar sein kann.
Und dass der Léoville Barton zu den absoluten Lieblingen des Weinschreibers zählt, ist sicher auch kein Geheimniss mehr…
CU
O.K., Neil Diamond sang seinerzeit von Red, Red Wine. Aber der hier besprochene ist weiß, süß und regt trotzdem zum Schwärmen an:
Umathum: „Chardonnay Beerenauslese 2004“
Josef Umathum betriebt sein Weingut am Neusiedlersee im burgenländischen Teil Österreichs. Die aufmerksamen Leser des Weinschreibers werden bereits festgestellt haben, dass ich eine gewisse Schwäche für die Weine dieser Region habe - wenn sie rot sind. Doch neben den hervorragenden Cuvées, Zweigelt, Blaufränkisch und co. finden sich in dieser Region auch sensationelle Süßweine. Einer davon ist die Chardonnay Beerenauslese aus dem Spitzenjahr 2004.
Der Wein schimmert kräftig golden im Glas, glänzend, einladend und offensichtlich von dichter Struktur. In der Nase wirkt er sehr reintönig, sauber und doch extrem komplex. Intensiv wirken die Aromen auf die Nase ein: Getrocknete Aprikose, Honigmelone, Akazienhonig, vielleicht etwas Gewürznelke, Biskuit, Orangenschale. Kräuternoten sind ebenfalls dabei. Sehr vielschichtig, vereinnahmend, opulent. Man könnte ewig am Glas schnuppern!
Am Gaumen dann geht ein Ruck durch die Geschmacksnerven. Wieder Honig, Trockenobst, dazu eine geschmeidige Säurestruktur, die sich mit der tollen Süße des Weins ideal ergänzt. Sehr rein, fleischig und von hervorragender Länge gekennzeichnet.
Insgesamt handelt es sich bei diesem Chardonnay um einen wirklich harmonischen Wein, der zwar äußerst kraftvoll daher kommt, ohne dabei jedoch die dann gerne auftretenden Macken zu offenbaren. Ein vielschichtiger Wein, der zum Entdecken einlädt. 88 Ingo-Punkte
CU
Weingut Peter Jakob Kühn, Oestrich, Rheingau
Wer schon einmal das schöne Weingut im Herzen des Rheingaus besucht hat, wird ermessen können, mit wie viel Herz die Familie Kühn den Weinbau betreibt. Auf dem Gut wird streng ökologischer Weinbau betrieben. Die Weine werden hier im wahrsten Sinne des Wortes im Weinberg gemacht: Kompost im Frühjahr und Aussaat von Blumen und Kräutern im Spätsommer sorgen für eine natürliche Versorgung und Speicherung der Nährstoffe, die den Kühn’schen Weinen ihren sehr eigenständigen Charakter verleihen. Denn so experimentierfreudig Peter auch ist, auf eines kann man sich einfach Jahr für Jahr verlassen: Seine schlichtweg hervorragenden Weinqualitäten!
Spätburgunder Rosé Brut 2005
Wunderbar elegante Nase nach hellroten Beeren, allen voran Erdbeere, vielleicht Himbeere. Am Gaumen mit toller Perlage, feinwürziger Struktur und einem insgesamt klassischen Charakter. Ein toller Auftakt! 87 Ingo-Punkte
Rheingau Riesling 2005
Der Wein ist in seiner Preisklasse kaum zu schlagen! Wunderbar ausgereifte Nase, elegante Aromen von Zitrus, aber auch exotisch anmutende Noten von Mango. Sehr rein, typisch, lecker, mit einem sehr guten Finale. 86 Ingo-Punkte
Riesling Doosberg Quarzit 2 Trauben 2005
Wunderbare Mineralik, gepaart mit feinwürziger Note, dominiert von Aromen nach reifem Apfel. Auch am Gaumen elegant, klassisch, mit sehr guter Länge versehen. 86 Ingo-Punkte.
Riesling Kühn ‚R’ 2005
Frisch anmutend, kräftige, dennoch nicht aufdringliche Zitrusnoten. Sehr strahlig, mineralisch, feinwürzig. Auch im Abgang mit hervorragender Länge gekennzeichnet. 89 Ingo-Punkte.
Riesling St. Nikolaus Erste Lage Mittelrhein 3 Trauben 2005
Sehr schöne Nase nach reifer Frucht, gelbem Steinobst, vielleicht etwas Muskat. Sehr ausgewogen, sensationelle Struktur. Die Säurestruktur passt perfekt. Ein eleganter Riesling mit enormer Länge – Rieslingpotential pur! 92+ Ingo-Punkte.
Riesling Doosberg 3 Trauben 2005
Hochreifes Lesegut für einen schlichtweg sensationellen Wein: Viel reife Zitrusfrucht, beerig, eine geradezu perfekte Liaison von Druck und Eleganz, schlichtweg ein weiteres Rheingau-Monument aus dem Hause Kühn. 95 Ingo-Punkte
CU
Ab und zu wird der Weinschreiber auch mal gebucht. Nein, nein, diesmal nicht als professioneller Verkoster! Eher im lockeren Rahmen, um Interessierten das Thema Wein schmackhaft zu machen. So auch bald zum Thema Weinland Italien. Es ist sicherlich nicht schwer, in Italien gute Weine zu finden -ganz im Gegenteil. Diese Auswahl aber zu begrenzen, ist die eigentliche Herusforderung!
Gesagt, getan. Die Bestellung ist raus, die Weine hoffentlich bald in Weinschreibers Keller. Thematisch wird es ein Jahr aus verschiedenen Regionen. Vom nördlichen Piemont bis hin zum mafiosen Sizilien. Das wird ein leckerer Abend. Garantiert!
CU
Auf den Wegen durch die unendlichen Weiten des WWW fand der Weinschreiber wieder mal ein neues, interessantes Weinblog! “Aus dem Keller frisch ins Glas…” von Weinfreund Marc Neumann aus Trier ist kurzweilig zu lesen. Weiter so!
CU
Da hatte der Weinschreiber doch fast den Einsendeschluss zur Deutsch-Österreichischen Meisterschaften im Weindegustieren verpasst. Die Kiste stand schon Ewigkeiten im Keller und musste gestern also dran glauben. Und wenn der Weinschreiber auch anfangs noch motiviert war, die Weine richtig zuzuordnen, schlug die positive Stimmung mit dem Öffnen der ersten Flasche direkt um.
Wer auch immer diese Getränke ausgesucht hat, um sie den Teilnehmern der Meisterschaften blind zu servieren, sollte sich schämen. Um Wein kann es sich nur im weitesten Sinne handeln. Die Weine rochen und schmeckten nicht einfach nur beliebig, sondern richtig schlecht. Schlichtweg eine Unverschämtheit, solche Plörre in Umlauf zu bringen!
Ob die Verkostungsergebnisse richtig oder falsch sind, spielt keine Rolle. Denn kein einziger Wein zeigte eine sorten- oder lagenspezifische Typizität. Vielleicht noch der Spätburgunder. Aber ansonsten kann man diese Veranstaltung getrost als katastrophal bewerten. Schade um das Geld, schade um die gute Idee, schade um die vertane Zeit.
CU
Theme copyright © 2002–2012 Mike Little
[powered by WordPress.]
Suche:
Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
Mehr
Foren
Gastro- und Genuss-Blogs
Wein-Blogs
Wein-Blogs international
Weitere Blogs
28 queries. 1.530 seconds