Die Herdade do Esporão, eines der führenden Häuser im portugiesischen Alentejo, hat ihren Sitz in Reguengos de Monsaraz. Das Haus hat eine bewegende Geschichte vorzuweisen: Bereits seit 1267 ist das Weingut bekannt und seitdem hat seitdem viel erlebt. Doch seit 1987 setzt man auf dem Weingut kompromisslos auf Qualität. Nur leider nicht beim Naturkorken, der der Qualität des Weins in keiner Weise gerecht wird. Ein paar Cents mehr an Investitionen in bessere Korken trügen einiges zur Imageverbesserung bei.
Über 600 ha mit Rebstöcken bepflanztes Areal sind eine ordentliche Hausnummer. Das ist mehr, als das gesamte Ahrtal in Rebflächen vereint. Trotzdem können sich die Weine des Gutes sehen lassen. Was auch der vorliegende Esporão Red Reserve 2004 unter Beweis stellt. 350.000 Flaschen dieses Weins werden ausschließlich in herausragenden Jahren produziert. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von ca. 35 hl/ha wird hier trotzdem auf Qualität, nicht auf Quantität geachtet. Die Cuvée aus 40% Aragonês, 30% Cabernet Sauvignon und 30% Trincadeira lagert 12 Monate in amerikanischen Eichenfässern. Mit 14,5% vol. angegebenem Alkoholgehalt ist der Wein sicher kein Leichtgewicht.
Herdade do Esporão: „Esporão Red Reserve 2004“
In brilliantem Purpurrot schimmert der Wein im Glas. Wunderbar ausgewogene, intensive Aromen von Kirschen, Pflaumen, einem Hauch Eukalyptus, Minze, und Kakao. Eine virtuose Nase; wuchtige Eleganz, verspielte Kraft, feingliedrige Opulenz. Ein Aromenstrauß zum darin Versinken.
Auch am Gaumen setzt sich fort, was die Nase erahnen lässt: Sehr elegant und doch voll vereinnahmend. Herrliche Fruchtigkeit, die von dezenter Süße begleitet wird. Die Tannine sind vielleicht zu erahnen, das Säuregerüst wunderbar ausgewogen. Eine perfekte Harmonie von Nase und Gaumen.
Auch im Abgang kann der Esporão mit sehr schöner Länge und animierender Fruchtigkeit voll überzeugen. Die sich leise andeutenden Mokkaaromen werden bis ins lange Finish getragen, erschlagen den Wein aber nicht, sondern verhelfen ihm zu seiner Individualität. Für diesen Wein jetzt schon 91 Ingo-Punkte, verbunden mit der Gewissheit, dass er noch für weitere 8 bis 10 Jahre eine Menge Spaß bereiten wird! Top-Tipp!
Herdade do Esporao ist ein Haus mit großer Zukunft. Wenn nun auch noch in Sachen Verpackung besser investiert wird, ist dem Wein eine große Zukunft sicher!
CU
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Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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5. November 2007 um 18:52 Uhr
Was ist an dem Korken auszusetzen?
Schaut nicht gepresst und bröselig aus und ist sicher aus portugiesischer Korkeiche
6. November 2007 um 09:55 Uhr
Hallo tbee,
der Korken war technisch gesehen O.K., nur eben per se schon miese Qualität. Das kommt auf dem Bild leider nicht so rüber. Aber ordentliche Korken sehen anders aus.
Gruß
Der Weinschreiber
9. November 2007 um 09:37 Uhr
Habe dieses Paradox schon öfters festgestellt gute Weine aus dem Land des Naturkorkens sind nachlässig verkorkt. Es scheint erst mit internationalem Renomee setzt ein Umdenken ein.
15. November 2007 um 12:34 Uhr
Klingt vielversprechend, die Beschreibung, wo gibt es den denn zu kaufen? Via Google habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.
15. November 2007 um 13:41 Uhr
Hallo Ulf,
hier sind einige Links:
http://www.weinhaus-online.de/bbpshop/index.asp
http://www.ebrosia.com/
Die haben den Esporao im Portfolio.
Viel Spaß beim Verkosten - es lohnt sich!
Gruß
Der Weinschreiber
19. November 2007 um 14:56 Uhr
Ah Klasse! Danke Dir!