Zunächst einmal wünscht der Weinschreiber - wenn auch relativ spät - allen Leserinnen und Lesern ein frohes neues Jahr! Und mehr Glück, als es Weinschreibers Weinglas in letzter Zeit hatte. Denn die Sache mit verkorkten Weinen nimmt so langsam aber sicher Besorgnis erregende Ausmaße an.
Im Januar waren mehr als die Hälfte aller Weine, die ihrer Bestimmung zugeführt werden sollten, durch 2,4,6-Trichloranisol, kurz Korkschmecker verseucht. Dabei waren solche Kleinigkeiten, wie ein Champagner, ein Chianti Classico Riserva aus 1997, ein 1990er Lafon Rochet und diverse andere Weine, die mächtig ins Geld gehen.
Liebe Winzer: Das macht keinen Spaß mehr! Das macht das Hobby zu teuer! Und nicht zuletzt: Es gibt Alternativen!
Wenn das Problem nur ab und zu aufträte, wäre es zwar auch nicht schön, jedoch erträglich. Nur mehr als 50% im Januar! Das ist einfach zu viel. Der Weinschreiber überlegt schon, einen Kork-O-Meter zu entwickeln.
Interessante Webseite zum Thema: Verschlusssache Wein.
CU
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Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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14. Januar 2008 um 15:07 Uhr
hallo ingo,
schade, dass du jüngst solches pech mit korkschmeckern hattest. mir ging es nicht wesentlich anders, eine 98er belle-epoque, ein 99er michel rocourt blanc de blancs grand cru, aber auch ein 2004er deidesheimer langenmorgen von dr. bürklin-wolf, ein 99er traslanzas cigales und mancher andere schöne wein wurden mir vom tca versaut
hoffen wir auf mehr schrauber und viele schöne saubere weine im jahr 2008
lg,
boris
17. Januar 2008 um 13:56 Uhr
Sehr geehrter Herr Ingo,
mehr als 50 % Ihrer Weine im Januar (bis am 13.01.) hatten Korkfehler. Das kann ich nur glauben, wenn Sie einige wenige Weine getrunken haben, was ich aber nicht annehme. Sonst halte ich das für praktisch unmöglich.
Mit den besten Grüssen aus der Schweiz.
Walter Meier
20. Januar 2008 um 08:26 Uhr
Sehr geehrter Herr Walter,
irgendwie habe ich das Gefühl, es in diesem Fall mit einem Lobbyisten der Korkindustrie zu tun zu haben. Denn wer sonst sollte per Ferndiagnose meine Aussage so selbstsicher in Frage stellen wollen?
Gut gemeinte Grüße
Weinschreiber
22. Januar 2008 um 13:37 Uhr
Lieber Weinschreiber,
ich kann Sie beruhigen, ich habe mit der Korkindustrie nicht das geringste zu tun - ich bin Banker.
Meine, wie Sie sagen, selbstsichere Ferndiagnose stützt sich ganz einfach auf eine lange Weinerfahrung. Ich habe schon an vielen Degustationen teilgenommen und auch selbst durchgeführt. Aber ich habe es in vierzig Jahren Weingenuss noch nie erlebt, dass die geöffneten Flaschen zu mehr als 50 % Kork hatten, ausser natürlich klar bei lediglich 2 geöffneten Flaschen.
Wie dem auch sei, früher hatten Sie es doch immerhin besser, ich zitiere:
23.07.07 Autor Weinschreiber/Unvergessliche Abende
10 Weinnotizen, 0 Kork
17.04.06 Autor Weinschreiber / Burgundische Weingenüsse
10 Weinnotizen, 1 Kork, 10 %
In diesem Sinne für Sie auf die vergangenen Zeiten.
Mit besten Grüssen
Walter Meier
22. Januar 2008 um 20:10 Uhr
Verehrter Herr Meier,
als “alter” Statistiker halte ich es eher mit der Aussage Carl Raimund Poppers: “Ein empirisch-wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können.”
Ich habe die bittere Erfahrung machen müssen - auch wenn ich 2006 und Mitte 2007 andere Erfahrungen gemacht habe.
In diesem Sinne
Der Weinschreiber
30. Januar 2008 um 20:26 Uhr
Lieber Weinschreiber,
schon komisch wie Du mit einem Gast Deiner Seite “umspringst”…Möchte mich gerne hern Meier anschließen und diesen Ausführungen glauben schenken - außer es gibt einen Grund dafür. Dieser Grund kann ein äußerlicher Sein, wie zB dass die Flaschen einen, ich nenne es mal, Lagerschaden hatten oder einen innerlichen, wie zB das Du schlechte Laune hattest und nicht wußtest was Du auf Deiner Seite schreiben sollst. Naja, so beginnt jeder sein Jahr wie er es für ihn richtig ist. War denn bei den anderen 50% etwas leckeres dabei?
Gute Zeiten
Karl
31. Januar 2008 um 13:55 Uhr
Lieber Karl,
Sie müssen entschuldigen, aber ich kann Ihre Andeutung in Sachen Umgangston mit meinen Seitenbesuchern nicht so ganz nachvollziehen. Ich habe in der bisherigen Diskussion mit Herrn Meier mein Unverständnis zu der von ihm gemachten Aussage, dass meine Darstellungen praktisch unmöglich seien, mitgeteilt.
Ich selbst beschäftige mich auch schon eine ganze Weile mit dem Thema Wein. Zwar nicht vierzig Jahre, aber sicher schon mehr als eine Dekade. Und das recht intensiv, Winzer-, Messe- und sonstige Degustationsbesuche inbegriffen.
Ich gebe darüber hinaus auch zu, dass die hohe Ausfallquote in den ersten zwei Wochen des neuen Jahrs außergewöhnlich war. Und trotzdem war es nun mal so.
Was ich an der aktuellen Diskussion allerdings nicht nachvollziehen kann, ist die selbstsichere Ferndiagnose von Ihnen und Herrn Meier. Soweit ich mich erinnere, waren weder Sie noch Herr Meier bei der Verkostung der fehlerhaften Flaschen zugegen.
Der von Ihnen genannte Grund der schlechten Lagerung kann zumindest für meinen Weinkeller ausgeschlossen werden. Hier ist professionelle Technik im Einsatz.
Den zweiten von Ihnen angegebenen Grund will ich nicht weiter kommentieren. Zu niveaulos.
Ach so: Bei den restlichen Flaschen war natürlich auch Gutes dabei.
Viele Grüße
Der Weinschreiber
3. Februar 2008 um 23:36 Uhr
Lieber Weinschreiber,
das die Flaschen aus ihrem Keller kamen war mir bis jetzt unbekannt. Dies sollte tatsächlich dafür sprechen, dass es keine Fehler der Weine durch die Lagerung geben sollte - bei dem Einsatz professioneller Technik.
Nichts desto trotz haben selbst schon Winzer feststellen müssen, dass sich in ihren Weinkeller die eine oder andere Lebensform verlaufen hat, die ungewünschte chemische Reaktionen ausgelöst hat.
Bei den, wie Sie schreiben, restlichen Flaschen war auch Gutes dabei…was denn zum Beispiel?
Auch viele Grüße