Der kleine Bruder der Herdade do Esporão war ja schon Thema auf Weinschreiber.de und schnitt mit 91 Punkten wahrlich nicht schlecht ab. Nun sollte es also der große Wein des Hauses sein. Mal schauen, ob sich der Mehrpreis für das Vorzeigegewächs des Weinguts auch wirklich rentiert.
Herdade do Esporão: „Private Selection Red 2004“
Der Wein schimmert in einem tiefdunklen Rubinrot im Glas. Der Kern ist fast schwarz, kaum eine Aufhellung zum Rand zu vernehmen.
In der Nase machen sich sofort sehr reintönige, klare und doch kraftvolle Aromen von Blaubeere, perfekt eingebundenem Holz, Gewürzen, Veilchen, Rose, Süßholz und vielleicht auch Nelke breit. Die Nase ist superschön. Fast zu schade, den Wein zu trinken. Aber nur fast.
Am Gaumen dann präsentiert sich das Gewächs natürlich noch sehr jung, frisch, mit Aromen von Blaubeere und feinem Holzton. Die kräftigen, jedoch sehr guten Tannine und die feingliedrige Säurestruktur vereinen sich zu einem eleganten, tiefgründigen Ganzen. Der Esporão bietet zudem wieder diesen wunderbaren Gewürzstrauß, eine intensive Beerigkeit, eine feine Süße und die Opulenz eines großen Weins. Auch im Abgang sehr lang, beerig-würzig und gleichzeitig animierend.
Dieser Wein hat extrem viel Potential. Wer die südlichen Charaktere mit filigraner Kraft schätzt, wird diesen Wein lieben. 93++ Ingo-Punkte.
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Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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