Natürlich gab es neben den bereits erwähnten Weingütern in Halle 7 auch noch viele weitere, hervorragende Winzer, die mit erstklassigen Weinen aufwarteten. Hier ein kurzer Überblick über die weiteren nennenswerten Weine. Die folgenden Aufzeichnungen zeigen mehrheitlich das rundum hohe Qualitätsniveau der diesjährigen ProWein: Österreich ist in breiter Front in der internationalen Spitze angekommen.
Tesch: „Blaufränkisch Weisser Weg Reserve 2004“
Blaubeere, Graphit, sehr weinig, Tabak. Sehr konzentrierter Stoff, viel Saft, toller Biss. Enormer Druck, sehr schöne Länge. 92 Ingo-Punkte.
Tesch: „Titan Reserve 2004“
Aromen von dunklen Beeren, süßem Pfeifentabak, Vanille, Nougat, Blaubeere. Am Gaumen sehr vielschichtig, elegant, mit hervorragender Säurestruktur, tollen Tanninen. Sehr schöne Länge. 94 Ingo-Punkte.
Pöckl: „Admiral 2005“
Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon. Recht saftig wirkende Nase, rote Beeren, leichte Zitrusnoten. Sehr viel Biss, knackige Säurestruktur, konzentriert, mürbe Tannine. Ein noch sehr junger Wein – kraftvoll und noch sehr ruppig. 89+ Ingo-Punkte.
Ernst Triebaumer: „Cabernet Merlot 2005“
Sehr ausgewogener Wein, kraftvoll, intensives Bouquet nach dunklen Beeren, Cassis, Tabak. Am Gaumen extraktreich, süße Beeren, tolle Struktur. Hervorragende Tannine, toller Biss, super Länge. 93 Ingo-Punkte.
Ernst Triebaumer: „Blaufränkisch Ried Mariental 2005“
Aromen nach Kirsche, Brombeere, Rauch, Pfeffer, Speck. Sehr konzentrierte Nase. Auch am Gaumen komplex, vielschichtig, druckvoll. Schiere Opulenz, gleichzeitig sehr elegant. Sehr rund und ausgewogen. Tolle Tanninstruktur, sehr schöne Länge. 95+ Ingo-Punkte.
Natürlich hat der Weinschreiber nicht nur die Referenzweine der beschriebenen Weingüter verkostet. Aber auch bei den kleinen Weinen konnte durch die Bank sehr gute bis hervorragende Winzerskunst verzeichnet werden.
CU
Wie bereits angedeutet, gab es neben den Weinen von Maria Kerschbaum auch noch viele weitere gute Rote aus Österreich zu verzeichnen. Auch schon angedeutet wurde die hervorragende Kollektion vom Weingut Hundsdorfer. Die Weine überzeugen durch die Bank durch ihre Eigenständigkeit, was nicht überraschend ist, wird bei Hundsdorfer doch großer Wert auf den getrennten Ausbau der Sorten gelegt. Einzig die Cuvée Canis bildet hier die Ausnahme.
Zweigelt Classic 2006
Sehr schön vinifiziert, schöne Zweigelt-Typizität, Blaubeere. Am Gaumen schöner Druck, gute Länge, fein. 84 Ingo-Punkte.
Mittelburgenland DAC, Blaufränkisch Hochburg 2006
Rauchig, Kohle, dann dunkle Beeren. Sehr elegante Nase, aber auch ein Hauch Klebstoff. Trotzdem insgesamt sehr schöner Wein. Guter Biss, schöne Tanninstruktur. Hinten gute Länge. 86 Ingo-Punkte.
Zweigelt Barrique 2004
Maulbeeren, schwarze Johannisbeeren, süße Frucht. Sehr schön abgerundet, vielschichtig. Tolle Tannine, guter Biss, hohe Typizität. 89+ Ingo-Punkte.
Pinot Noir Barrique 2002
Schöne, burgundisch anmutende Nase, rote und dunkle Beeren, druckvoll, schöner Saft, sehr sortentypisch, fein. 91 Ingo-Punkte.
Blaufränkisch Barrique 2003
Sehr schöne Nase nach dunklen Waldbeeren süßen roten Beeren, feiner Hauch Vanille. Am Gaumen mürbe Tannine, tolle Struktur, erdig-süß, kraftvoll, hervorragende Länge. 92 Ingo-Punkte.
Syrah Barrique 2005
Schwarzer Pfeffer, dunkle Beeren, feines Holz, Süßholz. Am Gaumen tolle mürbe Tannine. Sehr vielschichtig, expressiv, opulent. Tolle Länge! 93+ Ingo-Punkte.
Cuvée Canis 2004
Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Zweigelt und Merlot. Sehr ausdrucksstark, vielschichtig, opulent. Sehr konzentrierter Stoff, packt zu. Dunkles Beerenkompott, schöne Würze, dickes Ding. Trotzdem nicht fett oder aufgesetzt. 93 Ingo-Punkte.
Cabernet Sauvignon Barrique 2005
Sehr ausgewogene dunkle Frucht, elegant, sehr schöne Typizität. Sehr schöne Struktur, Biss, sehr gute Länge. 91 Ingo-Punkte.
Wie zu entnehmen ist, liegen Maria Kerschbaum und Hundsdorfer quasi gleichauf. Dies zeugt von enormem Qualitätsbewusstsein in beiden Betrieben, so dass der Weinschreiber die Weine beider Weingüter besten Gewissens als Top Tipp für den eigenen Weinkeller bewerten kann.
Das enge Rennen um den Spitzenplatz verdeutlicht die Einschätzung von Joachim, dem auf den Bildern auch zu sehenden sehr guten Weinfreund, der die Weine von Hundsdorfer knapp in Front sah.
CU
Nicht nur in weißen Rebsorten, sondern vor allem auch bei den roten Sorten können die österreichischen Winzer in den letzten Jahren auf internationalem Parkett vollauf überzeugen. Gerade die Sorten Zweigelt und vor allem Blaufränkisch bringen im Burgenland ganz Erstaunliches hervor. Nicht umsonst wird mittlerweile allenthalben offen darüber gesprochen, dass Österreichs Rotweine mittlerweile in der allerersten Liga der Weltspitze mitspielen.
Ein erst im letzten Jahr entdecktes absolutes Vorzeigeweingut ist Maria Kerschbaum. Das mitten im Blaufränkischland gelegene Rotweingut bewirtschaftet gerade einmal 10 ha Rebflächen. Mehr sei auch nicht geplant, weil Größe immer zu Lasten der Qualität geht. Lieber mehr Zeit in die vorhandenen Reben als die gleiche Zeit in noch mehr Fläche investieren. Die Konzentration auf die vorhandenen Reben in den Rieden Hochäcker, Dürrau und Gfanger lohnt sich allemal. Denn was bei der Weinbergsarbeit am Ende herauskommt, gehört zum Besten, was Österreich in Rot zu bieten hat. Eine Cuvée aus Sauvignon Blanc und Welschriesling rundet das Angebot ab. Dass Maria und Rudi Kerschbaum auch Weiß können, zeigt der aktuelle Jahrgang dieses Weins
Sauvignon Blanc/Welschriesling 2007
In der Nase sehr sauber, reintönig, frisch. Die Typizität des Sauvignon Blanc dominiert, Zitrus, etwas typisch grasige Noten. Am Gaumen dicht, charmant, harmonisch. Knackige Säurestruktur, vielschichtige Textur, macht richtig Spaß! 86 Ingo-Punkte.
Blaufränkisch Hochäcker Klassik 2006
Schöne Blaufränkisch-Typizität. Rote und dunkle Beeren, Blaubeere. Frisch, kraftvoll. Feiner Holzeinsatz, würzige Noten. Toller Druck am Gaumen, sehr gut strukturiert, schönes Finish. 88 Ingo-Punkte.
Triade Klassik 2005
Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Zweigelt. In der Nase dunkle Beeren, Pflaume. Süße, opulente Frucht, etwas Kohle. Am Gaumen tolle Säurestruktur, Druck ohne Ende, kraftvoll, hervorragendes Finish. 89+ Ingo-Punkte.
Blaufränkisch Hochäcker Reserve 2005
Expressive Nase nach dunklen Beeren, Graphit, Pflaume, reife Kirsche. Etwas Süßholz. Tolle Würze. Am Gaumen enormer Druck, elegant und gleichzeitig opulent, saftig, süße Beeren, noch jung, aber mit enormem Potential. 92+ Ingo-Punkte.
David’s Show Reserve 2004
30 Monate Ausbau im Barrique. In der Nase Heidelbeere pur, dann der ganze dunkle Beerenkorb, feine Holznoten. Feinwürzig, Asche, Toffée, etwas Kaffee. Am Gaumen fleischig, opulent, kraftvoll. Tolle mürbe Tannine, super Säurestruktur. Nicht enden wollendes Finale. Potential zum Großen! 93/94+ Ingo-Punkte.
Cuvée Women 2005
Das Flaggschiff des Hauses. 18 Monate Ausbau im Barrique. Sehr reine und intensive Nase nach Kirsche, roten Beeren, feine Holznote. Leicht minzige Noten gesellen sich hinzu. Am Gaumen sehr ausgewogen, kraftvoll und doch verspielt. Tolle Mineralität, sehr gutes Tanningerüst. Ewig lang im Abgang. 94+ Ingo-Punkte.
Maria und Rudi Kerschbaum haben mit dieser Kollektion erneut unter Beweis stellen können, dass sie zu den absoluten Spitzenerzeugern Österreichs gehören. Sehr schöne Einstiegsweine und sensationelle Spitzenkreszenzen zu Preisen, die den geneigten Weinliebhaber frohlocken lassen! Auch wenn sich der Weinschreiber wiederholt: Maria Kerschbaum ist das Rotweingut des Jahres. Doch sehr dicht gefolgt vom Weingut Hundsdorfer! Warum? Die Antwort kommt mit dem nächsten Beitrag!
CU
Nicht nur Hiedler konnte auf der ProWein überzeugen. Auch die weiteren Anlaufstellen in Halle 7 konnten mit zum Teil hervorragenden Kreszenzen aufwarten. So auch der Nikolaihof, der mit diversen Grünen Veltlinern und Rieslingen zur Messe erschienen war.
Nikolaihof Wachau
Der Nikolaihof ist das älteste Weingut Österreichs, dessen Geschichte fast 2000 Jahre bis in die Römerzeit zurückreicht. Im Hofverband des Nikolaihofes befinden sich Überreste der frühchristlichen Agapitus Basilika, in der unter Bischof Pilgrim von Passau 985 n. Chr. eine Synode statt fand. Grund genug also für das Weingut, sich heute mehr denn je den traditionellen Tugenden des biodynamischen Weinbaus zu verschreiben. Dass diese Weine charaktervolle Gewächse mit hohem Genusspotential sind, liegt eigentlich auf der Hand. Dass dies auch wirklich so ist, wurde dem Weinschreiber in eindrucksvoller Art nachgewiesen.
Grüner Veltliner Federspiel 2007
Frisch, fruchtig, animierend. Leicht exotisch anmutend. Sehr von der Frucht getragen. Schöner Terrassenwein. 83 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Im Weingebirge Smaragd 2006
In der Nase feinwürzig, Stachelbeere. Sehr elegante Nase, schöne Würze, leicht pfeffrig, guter Biss. Schöne Länge. 85 Ingo-Punkte.
Riesling Vom Stein Federspiel 2007
Schöne Typizität, feinwürzige Nase, elegante Säurestruktur. Fein mineralisch, Apfel, Maracuja. Macht Spaß. 95 Ingo-Punkte.
Riesling Vom Stein Smaragd 2006
Exotische Würze, vielschichtige Nase. Zitrusaromen, dann auch Ananas. Schöner Schmelz, elegant, wunderbare Reife. Sehr gute Säurestruktur, hervorragende Mineralik, steht hinten lange im Abgang. 91 Ingo-Punkte.
Riesling Steiner Hund Reserve 2004 - Kremstal
Sehr dicht, druckvolle, opulente Eleganz. Hervorragendes Zusammenspiel von Frucht und Würze. Exotisch anmutend, Maracuja, Mango. Tolle Länge, tolle Struktur. 93 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Süssenberg 1999
Sehr schöner Süßwein, hervorragende süße Würze. Exotisch, feinste Honignoten, sehr elegant. Schön. 90 Ingo-Punkte.
Nikolauswein 2001 (70% Riesling, 30% Grüner Veltliner)
Perfektes Süß-Säure-Spiel, feine Honignote, süße Ananas, aber auch nussige Aromen. Toller Biss, hervorragend ausbalanciert, tolle Länge. 93 Ingo-Punkte.
Weiter ging es mit dem Wagramer Weingut Bernhard Ott. Bernhard Ott hat sich fast vollständig dem Grünen Veltliner verschrieben. Etwa 90% seiner Flaschen beinhalten die heimische Rebsorte. Nicht umsonst trägt der sympathische Winzer den Beinamen Mister Veltliner.
Grüner Veltliner Am Berg 2007
Frische, fruchtige Nase. Animierend. Etwas Kaugumminote, Himbeere. Knackige Säurestruktur, jung. 80 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Fass 4 2007
Schöne Nase, frisch, reifer Apfel. Am Gaumen frisch, animierend, knackige Säure, frische Mineralik. Hinten herber Abgang mit Zitrusaromen. 83 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Der Ott 2007
Elegante Nase, exotisch anmutend, schöner Schmelz. Dann aber herber werdend, hinten etwas brandig. Wirkt irgendwie unfertig. 84 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Rosenberg Reserve 2006
Sehr schöner Schmelz, druckvoll, feines Pfefferl. Gute Struktur, ausgewogene Mineralik, exotisch anmutend. Gute Länge. 88 Ingo-Punkte.
Das war nicht der Ott, wie ihn der Weinschreiber seit Jahren kennt. Schade, aber etwas fehlt der aktuellen Kollektion. Zwar sind die Veltliner des Wagramer Winzers immer noch von hoher Qualität, zeigen aber nicht das, zu was Ott normalerweise in der Lage ist.
Nach Ott ging es genau einen Platz weiter nach rechts, Richtung Johannes Hirsch. Dieser Winzer stand beim Weinschreiber erstmalig auf der Verkostungsliste. Ein Fehler, wie sich deutlich zeigen sollte. Die gesamte Palette der ausgestellten Weine zeugte von hoher Qualität bei sehr schöner Typizität der Sorten.
Riesling Zöbing 2007
Frische, animierende Nase. Zitrusaromen, Feuerstein, feine Kräuter, exotische Früchte. Am Gaumen explosiv, Maracuja. Toller Biss, wunderbar ausgewogen, sehr schöne Länge. 89 Ingo-Punkte.
Riesling Zöbinger Heiligenstein 2006
Sehr schöne Typizität, reife Frucht, feine Würze, wieder Feuerstein, Weinbergpfirsich, Kräuter, Stachelbeere. Am Gaumen super Schmelz, tolle, ausgewogene Mineralik. Eleganter Kraftprotz mit hervorragender Länge. 93 Ingo-Punkte.
Riesling Zöbinger Gaisberg 2006
In der Nase exotischer Fruchtcocktail, feine Würze, sehr vielschichtig, opulent, kraftvoll. Am Gaumen mit enormem Druck, hervorragendem Säurespiel und toller Mineralik. Welcher Wein ist der bessere? Gaisberg oder Heiligenstein? Keine Ahnung. Ebenfalls 93 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Kammerner Lamm 2006
In der Nase vielschichtige Aromen exotischer Früchte, Tabak, gelbes Steinobst. Dazu herrliches Pfefferl. Sehr animierend. Am Gaumen Power, dicht, komplex. Hervorragend ausbalanciert, mineralisch, tolle Frucht. Super Schmelz. Tolle Länge. 94 Ingo-Punkte.
Das waren die bemerkenswerten Weißen aus Österreich. Knoll, Hirtzberger, Gobelsburg, Bründlmayer, Angerer und co. wird der Weinschreiber an anderer Stelle verkosten. Auf der ProWein war der Andrang an den Ständen einfach zu groß.
Was der Weinschreiber letztes Jahr schon andeutete, scheint sich dieses Jahr zu bestätigen. Mit dem Weingut Hiedler hat Österreich einen weiteren Stern am Weinhimmel gewonnen. Für den Weinschreiber die Kollektion des Jahres. Dicht gefolgt von den anderen genannten Weingütern. Aber eben mit der umfangreichsten und gleichmäßigsten aktuellen Kollektion. Chapeau!
CU
Was der Weinschreiber diese Jahr in der Halle 7 zur Verkostung vorgesetzt bekam, war teilweise schon großes Kino. Sei es der Grüne Veltliner, der Riesling oder auch die roten Kreszenzen rund um den hervorragenden Blaufränkisch: Noch nie zuvor hatte der Autor so eine Dichte hervorragender Weine gefunden. Klar, es gab auch den einen oder anderen Ausrutscher. Aber in der Breite wurde enormes Potential gezeigt.
Den Auftakt bildet fast schon traditionell das Kamptaler Weingut Hiedler. Dass hier einiges in Bewegung ist, konnte man schon letztes Jahr erkennen. Doch in diesem Jahr legte Ludwig Hiedler noch eine Schippe drauf:
Grüner Veltliner Löss 2007
Schöne spritzige Frucht, guter Biss, schlank. Grüner Apfel, Zitrus, schöner Terrassenwein. 83 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Spiegel 2007
Exotische Früchte, feines Pfefferl, reifer Apfel. Sehr schöne Würze, dicht, elegante sortentypische schärfe. 85 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Thal 2007 (FP)
Sehr schöne Typizität. Getrocknete Wiesenblumen, elegant, guter Druck. Gelbes Steinobst. Am Gaumen sehr schöner Schmelz, sehr schöne Länge. 88 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner November 2007 (FP)
Tolle Aromenstruktur nach reifer Frucht, Quitte, feinwürzig. Sehr elegant, toller Druck, feines Pfefferl. Sehr langer Abgang. 90 Ingo-Punkte.
Grüner Veltliner Maximum 2006 (Herbstfüllung)
Sehr konzentrierte Nase, hohe Typizität. Opulente Würze, vielschichtig, toller Druck. Pfeffer und exotische Früchte. Orange, Aprikose. Bleibt ewig am Gaumen. 94 Ingo-Punkte.
Riesling Urgestein 2007
Animierend, frisch, Aromen von gelbem Steinobst, schöner Schmelz, tolle Frucht, elegant. Sehr schöner Terrassenwein. 83 Ingo-Punkte.
Riesling Steinhaus 2007 (FP)
Sehr schöne Reife, Apfel, ein Hauch Zitrus. Sehr elegant, tolle Würze, ausgewogene Säurestruktur, sehr guter Druck und guter Biss. Sehr gutes Finale. 87 Ingo-Punkte.
Riesling Gaisberg 2007 (FP)
Sehr vielschichtige, würzig-fruchtige Noten, Quitte, Heu. Toller Druck am Gaumen, elegant, vielschichtig. Tolle Reife, würzig-elegantes Finale. 88+ Ingo-Punkte.
Riesling Heiligenstein 2007 (FP)
Frische exotische Nase, feinwürzig, elegant, Wiesenblumen. Am Gaumen tolle Säurestruktur, eine hervorragende Mineralität und eine opulente Frucht. Tolles Finale. 90 Ingo-Punkte.
Riesling Maximum 2007 (FP)
Tolle vielschichtige Nase, feinwürzige Frucht, Quitte, Maracuja. Enormer Druck am Gaumen, sensationeller Schmelz, tolle Würze. Sehr elegant, rund und durch schier endlose Länge gekennzeichnet. 93 Ingo-Punkte.
Sauvignon Blanc 2007 (FP)
In der Nase Aromen von gelber und grüner Paprika, Rose, ein Hauch grasig. Sehr frisch und animierend, knackig, toller Biss. Sehr schöne Typizität, animierend, mit toller Mineralik. 87 Ingo-Punkte.
Pinot Blanc Spiegel 2007 (FP)
Exotisch anmutend, Pfirsich, Blutorange. Sehr schöne Textur, schmelzig, elegant. Mittlerer Körper, feinwürzig, sehr rund und ausgewogen. Toll. 87 Ingo-Punkte.
Weissburgunder Maximum 2006
In der Nase Spargel, Gewürze, pfeffrig-würzige Noten, trocken und straight. Am Gaumen enormer Druck, Aromen von gelbem Steinobst, enorme physiologische Reife, exotisch pfeffrige Frucht. Klasse! 91 Ingo-Punkte.
Chardonnay Kittmannsberg 2006
Saubere Frucht, tolle Würze, feingliedrig, elegant. Aromen von Heu, Stachelbeere. Hervorragende Säurestruktur und Mineralik, toller Druck. Elegante Power. 88 Ingo-Punkte.
Chardonnay toasted & unfiltered 2006 (FP)
Der Gegenbeweis: Getoasteter Chardonnay schmeckt doch! Sehr eleganter Holzeinsatz, feinste Aromen nach Süßholz, etwas Kohle. Fast burgundische Größe, sehr druckvoll, vereinnahmend. Exotische Würze. Kann ein Großer werden. 93 Ingo-Punkte.
Was sich im letzten Jahr schon abzeichnete, wird heuer vollauf bestätigt. Mit der Umstellung Hiedlers auf spontane Vergärung wird den Weinen mehr Charakter, mehr Tiefe, mehr Leben eingehaucht. Sortenübergreifend! Dieses Weingut gehört für den Weinschreiber zu den absoluten Gewinnern der letzten zwei Jahre! Must buy!
CU
Großes musste man erwarten dürfen. Ganz Großes. Denn was in der Subskriptionsphase den Bordeaux-Liebhabern dieser Welt für Preise auf den Tisch gelegt wurden, konnte mit weltlichen Qualitäten nicht mehr begründet werden. Hunderte Euros kosten einige der Spitzengewächse, manche wenige sogar noch mehr. 2005 geht als der bisher teuerste Jahrgang der jüngeren Zeitrechnung ein. Ob diese Preise gerechtfertigt sind, versuchte unter anderem auch der Weinschreiber herauszufinden.
Bei den nachfolgenden Bewertungen ist natürlich darauf zu achten, dass es sich um Momentaufnahmen handelt. Kann man heute wissen, wie sich der eine oder andere Wein in zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren präsentieren wird? Das ist für Weinschreibers Gaumen einfach eine Kaffeesatzleserei zuviel.
Daher sind die folgenden Einschätzungen unter folgenden Gesichtspunkten zu interpretieren:
1. Der Weinschreiber ist und bleibt – wie eigentlich jeder andere aufrichtige Weinverkoster auch – bei seinen Bewertungen stets subjektiv, auch wenn er versucht, möglichst objektiv zu bewerten.
2. Der Weinschreiber trinkt noch keine vierzig Jahre Wein, kann also auf keine weit reichende Erfahrungen oder vieljährige Beobachtungen hochklassiger Bordeaux verweisen. Da 2005 wohl zu den Langläufern zählt, erschwert es die Einschätzung des Potentials der gezeigten Weine.
3. Der Weinschreiber ist allerdings der (subjektiven) Meinung, dass sich ein hochklassiger Wein stets mit wahrnehmbarer Qualität zu präsentieren hat. Grüne Töne sind störend und führen zur Abwertung, weil die bisherige Erfahrung des Weinschreibers in Sachen Wein Grüntöne als sich später bewahrheitendes Zeichen minderer Qualität interpretieren lassen. Und eben diese Töne wurden relativ häufig vom Weinschreiber wahrgenommen.
4. Der Weinschreiber sieht keinen Grund, den Bordelaiser Crus besondere Ehrfurcht entgegen zu bringen. Schließlich leben die Winzer vom Geld der Endverbraucher. Wenn dem Weinschreiber also etwas an einem Bordeaux nicht passt, wird es an entsprechender Stelle genannt.
5. Der Weinschreiber hat eine eigene Meinung. Diese kann auch von anderen Meinungen abweichen. Unfehlbarkeit gehört nicht zu den Tugenden des Weinschreibers. Allerdings auch nicht zu den Tugenden der anderen Verkoster.
Und hier nun die subjektiv-objektive Wahrnehmung der vom Weinschreiber verkosteten Weine des Bordeaux-Jahrgangs 2005:
Pessac-Léognan
Domaine de Chevalier 89
Château de Fieuzal 85
Château de France 83
Château Haut-Bailly 91+
Château la Louvière 91
Château Latour-Martillac 88
Château Pape Clément 94+ (großes Kino)
Château Smith Haut Lafitte 93+ (ebenfalls großes Kino)
Saint-Emilion
Château Berliquet 91
Château Canon 92
Château Canon-la-Gaffelière 90
Château Figeac 91+ (wo ist der sonst typische Stinker geblieben?)
Château Fourtet 90
Château Franc-Mayne 83
Château la Gaffelière 84
Château la Tour Figeac 90
Château Larcis Ducasse 83
Château Larmande 85
Château Pavie-Maquin 92 (mir gefiel er…)
Château Trottevieille 88
Pomerol
Château Beauregard 84
Château Clinet 84
Château Gazin 85
Château La Cabanne 80
Château La Conseillante 91+ (sicher nicht leicht zu verkosten)
Château La Pointe 82
Listrac-Médoc
Château Fonréaud 84
Château Fourcas-Hosten 86
Haut-Médoc
Château Beaumont 87
Château Belgrave 91
Château Camensac 92
Château Citran 89+
Château La Lagune 92
Château La Tour Carnet 85
Médoc
Château Greysac 87
Château La Tour de By 89+
Margaux
Château Brane-Cantenac 90
Château Cantenac Brown 91+
Château d’Angludet 92
Château Dauzac 91
Château Desmirail 83
Château du Tertre 83
Château Durfort Vivens 84
Château Ferrière 88
Château Giscours 93 (schweinelecker)
Château Kirwan 90
Château Labégorce 90
Château Lascombes 83
Château Marquis de Terme 83
Château Monbrison 82
Château Prieuré-Lichine 91
Château Rauzan-Gassies 85
Château Rauzan-Ségla 85
Saint-Julien
Château Beychevelle 85
Château Branaire-Ducru 91
Château Lagrange 91+
Château Langoa Barton 92+
Château Léoville Barton 95+ (der Gewinner der Verkostung!)
Château Saint-Pierre 86
Château Talbot 88
Pauillac
Château Batailley 90
Château Clerc-Milon 92
Château Haut-Bages Libéral 86
Château Lynch-Bages 92
Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande 86 (Die absolute und objektive Enttäuschung der ProWein – nicht nur Weinschreibers Meinung nach!)
Saint-Estèphe
Château Lafon-Rochet 93
Château Phélan Ségur 92
Sauternes/Barsac
Château Bastor-Lamontagne 88
Château Coutet 89+
Château Doisy Daene 87
Château Guiraud 91
Château La Tour Blanche 95 (Sensationell!)
Château Lafaurie-Peyraguey 88
Château Suduiraut 89
Das war der Jahrgang 2005. Weinschreibers Meinung hierzu ist relativ simpel: Teilweise viel, viel Wein für allerdings eine mächtige Stange Geld! Ob man dieses unbedingt in Bordelaiser Gewächse investieren muss, sei vor dem Hintergrund weiterer Verkostungsergebnisse einmal dahin gestellt. Das Burgenland lässt grüßen…
CU
Deutschland kam am dreitten Tag der ProWein nicht als einziges Land zum Zuge. Auch die Italiener sollten einer Vormittags-Begutachtung unterzogen werden. Dass dies ein sehr erfolgreiches Unterfangen war, werden die hier nach und nach veröffentlichten Verkostungsergebnisse bestätigen.
CU
Das war er also, der berühmte Jahrgang 2005 bei den Bordelaiser Grand Crûs. Sehr gute Weine waren dabei, manche sogar mit dem Potential zum richtig großen Stoff. Aber einzigartig? Das kann der Weinschreiber noch nicht so recht glauben.
Ansonsten noch Champagner verkostet, die Neuseeländer besucht und in der Verkostungszone aus tausenden Weinen die Nadel im Heuhaufen gesucht.
Heute wird am letzten Messetag die Deutschlandhalle erobert.
CU
Leider klappt es nicht, direkt von der ProWein aus Eindrücke der Messe zu posten. Daher heute schon einmal ein kurzes Fazit, bevor es gleich wieder los geht.
Was der Weinschreiber dieses Jahr bei den Österreichern verkosten durfte, war teilweise schon große Kunst! Hiedler konnte die Qualität des Vorjahres absolut bestätigen. Der Nikolaihof konnte ebenfalls mit einem gelungenen Flight aufwarten. Hirsch gehört auch zu den absoluten Gewinnern.
Bei den Roten waren es vor allem Maria Kerschbaum, Hundsdorfer, Tesch und - natürlich - Ernst Triebaumer, die mit hervorragenden Kreszenzen angetreten sind.
Der erste Tag brachte natürlich noch mehr Eindrücke. Doch dazu später mehr. Nun geht es erstmal wieder ab Richtung Düsseldorf. Heute steht der Bordelaiser Wunderjahrgang 2005 an. Mal schauen, ob sich heute wirklich Legenden finden lassen.
CU
Sonntag ist es wieder soweit: Die ProWein in Düsseldorf öffnet ihre Pforten. Grund genug also, die nächsten beiden Tage (unter anderem) mit der Planung des Messebesuchs zu verbringen.
Der grobe Plan sieht folgende Einteilung vor
Sonntag vormittags: Österreich Grüne Veltliner
Sonntag nachmittags: Österreich Rot (Blaufränkisch, Cuvées)
Montag vormittags: Bordeaux Grand Cru (der jetzt schon legendäre Jahrgang 2005)
Montag nachmittags: Italien (Piemont, Toskana und weitere)
Dienstag: Ganztägig Deutschland, Schwerpunkt VdP.
Der Weinschreiber wird natürlich versuchen, direkt vom Messegelände aus die ersten Eindrücke zu posten. Hoffentlich klappt’s!
CU
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Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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