Der Weinschreiber lebt noch. Auch wenn anders lautende Gerüchte vielleicht vermuten ließen, der Weinschreiber sei im Weinkeller verschollen. Vielmehr waren die letzten Monate durch Arbeit und Reisen voll ausgebucht. Aber natürlich gab es auch in dieser Zeit einige nachhaltige (W)eindrücke, die der Weinschreiber dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte.
Da war zum Beispiel dieses Wochenende in Vreden…
Wer an die holländische Grenze in Richtung Vreden aufbricht – und darüber hinaus dort auch noch sehr gute Weinfreunde kennt -, wird sicher nicht auf dem Trockenen sitzen bleiben. Ganz im Gegenteil: Das Wochenende war wieder einmal voll von vinophilen Genüssen, denen sich der Weinschreiber nebst Gattin hemmungslos auszuliefern bereit war, waren die Gastgeber doch stets um das beste Wohl der Reisenden bemüht. Und seit dem Blick in die Weinkeller der Gegend weiß der Weinschreiber auch, wo die ganzen Keller’schen G-Max’e verblieben sind. Sag-Gen-Haft!
Doch nun zu den Weinen des… äh… zweiten Abends. Zu den Weinen des ersten Abends fehlen leider die Notizen. Da war richtig gutes Zeug dabei. Einige 90er, hervorragend passend zum Gegrillten. Aber irgendwie landeten die eigens eingepackten Flaschen im Altglas, ohne vorher noch mal die Etiketten zu archivieren. Aber vielleicht hat der eine oder andere Leser aus Vreden ja noch eine Idee, welche Kreszenzen am ersten Abend ihrer Bestimmung zugeführt wurden.
Jetzt aber…
Thanisch: „Riesling Sekt Brut 2005“
Der Sekt ist etwas Besonderes, denn die Dosage des in klassischer Flaschengärung ausgebauten Sekts bestand nicht etwa aus einer Zuckerlösung, sondern durch eine Riesling Beerenauslese. Und die tut dem Sekt richtig gut!
In der Nase präsentierte sich der Sekt frisch, fruchtig, nach Aromen von Orange, reifem Apfel, feinwürzig, elegant. Sehr angenehm, nicht aufgesetzt. Klar und sauber und doch subtil.
Am Gaumen mit sehr schöner, erfrischender Perlage, Aromen nach reifen Früchten, Steinobst, Quitte, Weinbergpfirsich und Orangenkonfitüre. Tolle Würze, fast feinherb anmutend, exotisch wirkend. Dieser Sekt drückt hervorragend sein Terroir aus, präsentiert sich vielschichtig und verfügt über sehr schönen Schmelz. Elegante Opulenz und super Länge. Toller Stoff! 93 Ingo-Punkte.
Fortsetzung folgt…
CU
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Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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