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CB-Weinhandel

31. März 2010

Apulischer Gaumenschmeichler

Autor: | Zeit: 19:38 Uhr | Rubrik: Wein

Apulien macht Spaß! Das mitten in der italienischen Anbauregion Apulien gelegene Weingut Torrevento ist sicher kein kleines Gut. Mit ca. 90 ha Rebfläche und einer Produktion von jährlich mehr als einer Million Flaschen kann man das Weingut getrost als Großbetrieb einordnen. Da mag der Eindruck aufkommen, ein solcher Betrieb sei nur auf Masse aus und die Klasse fände wenig Berücksichtigung. Doch in diesem Fall kann der Weinschreiber Entwarnung geben. Denn der aktuelle Wein ist wirklich ein Preis-Leistungs-Hammer!
 
Das in Corato gelegene Weingut beginnt mit der Lese der Trauben für diesen Wein erst im Oktober. Für eine so südlich gelegene Region ist dies eher unüblich, sind die Trauben dort doch sehr sonnenverwöhnt. Der für diesen Wein genutzten, autochthonen Sorte Nero di Troia bekommt diese Behandlung jedoch sehr gut. Und so bringt der reinsortige Wein geradezu perfekten Trinkspaß ins Glas.
 
Torrevento: Castel del Monte Rosso Riserva “Vigna Pedale” DOC 2006, Corato (Apulien)
In der Nase machen sich wunderbar erdige Aromen breit: Holunder, Blaubeere, Teer, Süßholz, Pilze. Aber auch eine mediterran kräuterige Nuance ist deutlich zu vernehmen. Die Nase verspricht einen intensiven, kraftvollen Wein mit Tiefe.

Am Gaumen zeigt sich die Riserva rustikal, würzig, mit einer feinen Fruchtkomponente. Beerig, fast schokoladig wirkende Aromen, sehr dicht, opulent. Ein Kraftprotz, der eher die Bratsche als die Violine spielt. Trotzdem ist der Wein ehrlich. Ein fast sinnliches Ungestüm, noch roh, mit kernigen Tanninen und einer feingliedrigen Säure. Auch im Abgang herrlich rustikal-beerig-würzig. Ein wirklich gelungener Wein, der sicher noch die nächsten zwei, drei Jahre viel Spaß im Glas bereiten wird. Die 13% Vol. sind eher Understatement. Sensorisch legt der Wein locker noch einen Prozentpunkt drauf. Somit ist der Wein nichts für heiße Tage mit 30°C im Schatten – es sei denn, man möchte nach dem zweiten Glas die nächsten zwei Tage durchschlafen. Für die gemäßigteren Tage gilt jedoch: Kaufreflex! 88 Ingo-Punkte.

CU

29. März 2010

Österreich auf der ProWein – Weiße Klasse in 2009

Autor: | Zeit: 20:10 Uhr | Rubrik: Wein

null Ein Schwerpunkt des Weinschreiber’schen Messebesuchs war – wie jedes Jahr – die Verkostung des aktuellen Jahrgangs der österreichischen Winzerelite. Um es gleich vorweg zu nehmen: Der (weiße) Jahrgang 2009 wird auch in Österreich hervorragende Ergebnisse liefern. Das, was den Grünen Veltlinern sowie den Rieslingen im letzten Jahrgang häufig an Tiefe und Struktur fehlte, konnte der Weinschreiber heuer wieder bei vielen Winzern in schöner Breite vorfinden. Der Weinschreiber verzichtete hier auf eine Bepunktung der verkosteten Weine und konzentrierte sich darauf, einen möglichst umfassenden Einblick über die präsentierten Qualitäten zu bekommen.

Herausragende Ergebnisse fand der Weinschreiber insbesondere bei Hiedler, Ehmoser, dem Geyerhof, Angerer und als Neuentdeckung auch bei Martin Moser. Aber auch Ott, Alzinger und Hirtzberger brachten große Weine ins Glas.

Etwas enttäuschend hingegen waren nach Weinschreibers Meinung die Kollektionen der letztes Jahr noch hervorragenden Weingüter Gobelsburg, Hirsch oder Mantlerhof. Sie ließen es an Tiefe, Struktur und Frucht fehlen. Teilweise musste der Weinschreiber schon Probleme im Keller befürchten. Unabhängig davon verwunderte die Qualität der Weine schon sehr, hatte Österreichs Wetter doch mit einem goldenen Herbst optimale Voraussetzungen für eine (durch einen nassen Sommer bedingt) späte, jedoch hervorragende Reife geschaffen.

 

Team Hiedler Doch zurück zu den Spitzenwinzern: Das Kamptaler Weingut Hiedler brachte wieder einmal überaus hervorragende Ergebnisse mit seinem Grünen Veltliner Maximum sowie seinem Riesling Maximum in die Flasche. Das ist schon richtig großer Stoff und angesichts des relativ überschaubaren Preises fast eine Kaufpflicht für alle Weinliebhaber. Der Weinschreiber kann sich auf jeden Fall nicht erinnern, die Maximums jemals besser verkostet zu haben! Aber auch die Basis verspricht viel, viel Trinkspaß.

 

Josef Ehmoser Josef Ehmoser vom gleichnamigen Weingut im schönen Wagram präsentierte ebenfalls eine hervorragende Kollektion mit einem wieder mal wunderbar gelungenen Grünen Veltliner Aurum an der Spitze. Auch hier dürfte sich ein Kaufreflex beim Probieren einstellen. Hier gilt jedoch auch: Die Basis schmeckt ebenfalls richtig gut!

 

Ilse Maier Ilse Maier vom Kremstaler Bio-Weingut Geyerhof überzeugte mit einer ebenfalls durch die Bank hervorragenden Kollektion. Die Grünen Veltliner präsentierten sich fest, mit schöner Tiefe und tollem Charakter. Von der Basis bis zu dem Spitzengewächsen allesamt mit toller Typizität versehen, werden sie den späteren Besitzern sicher viel Freude im Glas bereiten.

 

Kurt Angerer Der Kamptaler Kurt Angerer wiederrum ist der Winzer für die ehrlichen, die unverfälschten Grünen Veltliner. Die feste, recht rustikale Art seiner Grünen Veltliner und auch seines Riesling Donatus vermögen es jedes Jahr auf’s Neue, den Weinschreiber zu begeistern. Hier kann man sich jedes Jahr auf die Qualitäten verlassen; angefangen beim Grünen Veltliner Kies bis hin zum Grünen Veltliner Eichenstaude oder eben auch dem Riesling Donatus. Wer Grünen Veltliner in Topform genießen möchte, sollte den Namen Angerer auf den Einkaufszettel schreiben!

 

Ott Das Wagramer Weingut Ott vermochte es einmal mehr, den Weinschreiber mit den Grünen Veltlinern des Hauses zu überzeugen. Das berühmte Fass 4 machte ebenso Spaß, wie der Grüne Veltliner Der Ott. Die Weine überzeugten durch eine animierende Säurestruktur, schönem Schmelz und feiner Frucht. Auch der Rheinriesling präsentierte sich tadellos.

 

Alzinger Das Weingut Alzinger aus der Wachau ist schon lange ein Klassiker in der österreichischen Weinszene und besitzt höchste internationale Anerkennung. Wer die Smaragde aus dem Hause Alzinger schon einmal verkostet hat, weiß auch, warum. Und die Qualität des Jahrgangs 2009 setzt noch eines drauf. Herrlich der Grüne Veltliner Loibenberg Smaragd, der Grüne Veltliner Hollerin Smaragd und an der Spitze der Grüne Veltliner Steinertal Smaragd. Aber auch die Federspiele bereiten schönen Trinkspaß. Natürlich weiß Alzinger auch um die Qualität seiner Weine. Wer also Wachauer Spitzenqualitäten aus dem Hause Alzinger sein eigen nennen möchte, muss schon mal eine Etage tiefer ins Portemonnaie greifen.

 

Hirtzberger Franz Hirtzberger kommt ebenfalls aus der Wachau. Und er gehört ebenfalls zur österreichischen Winzerelite. Und auch hier kann der Weinschreiber nur konstatieren: Zu Recht. Denn die präsentierten Grünen Veltliner mit dem Honivogl Smaragd an der Spitze sind schon eine Sünde wert. Apropos Wert: Auch für Hirtzberger gilt, dass Qualität ihren Preis hat. Aber der Weinschreiber kann dem geneigten Leser versichern, dass sich auch hier die Investition lohnen wird. Quer durch die Bank ist Hirtzberger einfach ein Garant für höchste vinophile Genüsse.

 

Martin Moser Die Neuentdeckung des Jahres war auf jeden Fall die aktuelle Kollektion des Weinguts Hermann Moser aus dem Kremstal, präsentiert vom Inhaber Martin Moser. Der Weinschreiber hatte bis dato ein etwas gespaltenes Verhältnis zum Namen Moser, denkt der geneigte Leser doch direkt an den Weinriesen Lenz Moser und dessen viele eher belanglose Weine. Doch Martin Moser versteht etwas von seinem Handwerk. Wunderbar fruchtbetonte, zugleich aber auch mit der typisch schönen Würzkomponente ausgestattete Veltliner, schon mit einer erstaunlich ausgeprägten Eleganz ausgezeichnet, die zwangsläufig die Frage nach der Alterungsfähigkeit der Weine aufwarf. Doch auch die präsentierten Vorjahresweine zeigten sich mit der gleichen Frische und Eleganz, so dass der Weinschreiber auch hier eine absolute Kaufempfehlung ausgeben kann. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die Grünen Veltliner DAC Reserve sowie dem Riesling Kellerterrassen Gebling DAC Reserve gelegt werden. Was Martin Moser hier ins Glas zaubert, ist schon große Winzerkunst!

 

Fazit
Die Grünen Veltliner sowie die österreichischen Rieslinge des Jahrgangs 2009 sind eine Bank. Hier spielt sich richtig großes Kino im Glas ab! Der Weinschreiber kann sich eigentlich nicht erinnern, jemals so viele so gute Weine auf einer einzelnen Messe verkostet zu haben. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die jeweiligen Spitzenweine der genannten Weingüter durchaus auch für eine längere Lagerung geeignet sind. Denn im Gegensatz zu Jahrgängen, wie etwa 2003, hatten die Trauben Zeit zur Reife, ohne dabei abzusaufen oder durch die Sonne verbrannt zu werden. Der Weinschreiber wird auf jeden Fall zugreifen.
Bei wem? Steht doch oben ;-)

Tu felix Austria!
CU

Casa Kuranyi: Ja, Nein oder was?

Autor: | Zeit: 16:54 Uhr | Rubrik: Schalke

Momentan der Beste: Kevin Kuranyi Klar, was sich Kevin Kuranyi seinerzeit in der Nationalmannschaft geleistet hat, war dumm und ärgerlich. Und auch eine saftige Strafe wert. Doch ein Ausschluss aus der WM Elf ist ein komplett falsches Zeichen von Bundestrainer Joachim Löw. Denn hier überspannt der Trainer den Bogen massiv. Warum?

Die von Löw ausgesprochene Strafe, Kuranyi würde unter seiner Ägide nicht mehr in der Nationalelf spielen dürfen, trifft nämlich nicht nur den Schalker Spieler. Diese Strafe betrifft die gesamte Nationalmannschaft und somit den gesamten DFB. Denn schauen wir uns doch mal die Auswirkungen dieser Entscheidung genauer an.

Kuranyi liegt mit momentan 17 geschossenen Toren an der Spitze der Bundesliga Torjäger. Kein anderer Stürmer konnte in dieser Saison bisher einen ähnlichen Schnitt aufweisen, wie der Schalker. Die Konstanz seiner Leistungen sucht man – mit Ausnahme von Leverkusens Stefan Kießling – in dieser Spielzeit woanders vergebens. Und die Nationalelf hat derzeit vor allem ein Problem: Den Sturm.

Dass die Integration eines Spielers ohne dessen Teilnahme an den Vorbereitungsspielen der Nationalmannschaft trotzdem funktionieren kann, hat Löw gemeinsam mit Klinsmann bereits bei der WM 2006 im eigenen Lande bewiesen. Ein damals international recht unbekannter Nicht-Nationalspieler namens David Odonkor wurde ohne Länderspielpraxis in den WM Kader der Nationalmannschaft berufen und trug mit seinem Flankenlauf im Vorrundenspiel gegen Polen wesentlich zum Spiel entscheidenden Tor in der 90. Minute bei.

Somit macht Löw sein persönliches Problem also zu einem Problem von gesamt Fußball-Deutschland. Löw kann es sich nüchtern betrachtet einfach nicht leisten, auf einen Stürmer wie Kuranyi für die WM in Südafrika zu verzichten. Dies sehen auch viele andere prominente Fußball-Experten genauso. Mit Franz Beckenbauer an der Spitze, unterstützt von Völler, Calmund und vielen anderen scheint die sportliche Entscheidung klar zu sein. Das Einzige, was der Nominierung von Kuranyi noch im Wege steht, ist das ausgeprägte Ego von Bundestrainer Joachim Löw.

Es bleibt also nur zu hoffen, dass auch ein Jogi Löw die Größe besitzt, über seinen eigenen Schatten zu springen und Kevin Kuranyi zurück in die Nationalmannschaft zu beordern. Der Schalker hat sicherlich aus seinem Fehler gelernt und wird zukünftig Löw gegenüber loyaler denn je eingestellt sein. Das sollte auch ein Bundestrainer anerkennen können.

Fußball-Deutschland hofft. Das Abschneiden der Deutschen bei der WM in diesem Jahr hängt zumindest zum großen Teil vom Ausgang dieser Frage ab: Darf Kuranyi das Nationaltrikot noch mal überziehen oder setzt sich die Sturheit des Nationalcoachs durch?

Glück Auf!

28. März 2010

Man darf ja mal träumen

Autor: | Zeit: 10:49 Uhr | Rubrik: Schalke

null Gestern lief der Spieltag für die Schalker nahezu perfekt: Bayern verliert zu Hause gegen Stuttgart und die Knappen beweisen, dass man auch in der Spielzeit 2009/10 in Leverkusen gewinnen kann. Auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist, sieht der Sonntag gleich viel sonniger aus. Denn zumindest das internationale Geschäft dürfte nun bei 14 Punkten Vorsprung auf Platz 6 und noch 6 ausstehenden Spielen gesichert sein.
Nächste Woche kommen die Bayern auf Schalke zum nächsten Fight. Danach wird man klarer wissen, wohin die königsblaue Reise in der Bundesliga geht.

Glück Auf!

27. März 2010

ProWein 2010: Chianti Classico (und Riserva!)

Autor: | Zeit: 00:33 Uhr | Rubrik: Wein

null Nicht nur die Bordeaux des Jahrgangs 2007 interessierten den Weinschreiber auf der ProWein. Auch Weine anderer Regionen fanden viel Beachtung. Und gerade am letzten Messetag konnte sich der Weinschreiber noch einmal in Ruhe mit vielen Chianti Classico sowie Chianti Classico Riserva befassen. Denn die meisten Messebesucher waren an den ersten beiden Messetagen in der Italien-Halle unterwegs. Herrlich, einen ganzen Tisch mit Vollausstattung (siehe nächstes Foto) für sich alleine zu haben. Da macht Verkosten Spaß.
Der geneigte Leser wird bereits bemerkt haben, dass der Weinschreiber zunehmend den Wert italienischer Kreszenzen für sich – und natürlich auch die Leser des Weinschreibers – entdeckt hat. Dies nicht ohne Grund, wie die folgenden Verkostungsnotizen belegen.

Die verkosteten Weine in der Einzelkritik:

Badia a Coltibuono Chianti Classico DOCG 2007
90% Sangiovese, 10% Canaiolo
In der Nase feine rotbeerige Aromen, frisch wirkend, Minze, feinwürzig. Ein kleiner Charmeur, filigran, mit kühler Frucht ausgestattet, schöne Säurestruktur, guter Biss! 86+ Ingo-Punkte

Badia a Coltibuono Chianti Classico Riserva DOCG 2006
90% Sangiovese, 10% Canaiolo
Wunderbare tiefgründige Nase, rote und dunkle Beeren, Graphit, Hagebutte. Erdig wirkend. Tolle, mürbe Tannine, Karamell, beerig, Waldboden, toller Schmelz, hervorragende Struktur, langes Finale. 92 Ingo-Punkte.

Barone Ricasoli Chianti Classico Brolio DOCG 2007
Sangiovese und andere rote Rebsorten
Sehr würzig, anfangs leichter Stall, balsamisch. Eher internationaler Stil, geschliffen, fertig, mit dichter, komplexer Frucht. Fruchtsüß, Power, dabei feine, bereits gut eingebundene Tannine, sicher schon jetzt sehr gut zu trinken. 86 Ingo-Punkte.

Borgo Scopeto Chianti Classico DOCG 2007
100% Sangiovese
Etwas gekochte Beeren, etwas einseitig rotbeerig, balsamisch, Gips. Am Gaumen mit schön trinkfertigem Körper, gutem Rückgrat. Am Gaumen besser als in der Nase. 84 Ingo-Punkte.

Borgo Scopeto Chianti Classico Riserva DOCG Vigna Misciano 2005Perfekte Verkostungsmöglichkeiten!
100% Sangiovese
Sehr elegante Nase, saubere, rotbeerige Frucht, ganz leichte Würze, Graphit. Am Gaumen schlank, fruchtig, verhaltene Komplexität. Ein eher schlanker Vertreter mit mittlerem Körper. Sauber vinifiziert, rotbeerig, mit mürbem Tannin. Beeriges Finale. 87 Ingo-Punkte.

Brancaia Chianti Classico DOCG 2007
85% Sangiovese, 15% Merlot
Sehr schöne, ausgewogene Nase. Rote Beeren werden begleitet von Graphit, Teer, würzigen Noten. Sehr elegant, rein, richtig gut! Am Gaumen schwarze Johannisbeeren, Hagebutte, dann auch Schokolade, feine erdige Noten. Tolles Tanningerüst, hervorragende Säurestruktur. Der Merlot ergänzt mit süßem Volumen perfekt die Sangiovese. 91 Ingo-Punkte.

Capannelle Chianti Classico Riserva DOCG 2007
90% Sangiovese, 10% Canaiolo und Colorino
Wunderbar reifes, rotes Beerenkonfit, Hagebutte, Minze, Graphit. Sehr komplexe, einfach tolle Nase, sauber, rein, süß. Am Gaumen sehr elegant, rein, bereits schön zugänglich, mit Aromen süßer, saftiger Beeren, Kirsche, einem Hauch Mandel. Tolle Struktur, sehr harmonisch, hervorragende mürbe Tannine, sehr langes Finale. 93+ Ingo-Punkte.

Castello di Ama Chianti Classico DOCG 2007
80% Sangiovese, 12% Malvasia Nera, 8% Canaiolo
Sehr würzige Nase, etwas gekocht wirkend. Dann aber auch schöne Beerenaromen, etwas balsamisch wirkend. Am Gaumen mit etwas spitzer Säurestruktur, frischer Kirschfrucht, viel Biss. Die Tannine sind gut integriert. Easy drinking. 82 Ingo-Punkte.

Dievole Chianti Classico Riserva Novecento DOCG 2005
95% Sangiovese, 5% weitere rote Rebsorten
Sehr feine Nase, rotbeerig, schöne komplexe Aromen, feines, frisch geschnittenes Holz. Am Gaumen mit schöner, präsenter Säurestruktur, gutem Biss und festen Tanninen. Viel Saft, kraftvoll, mit gutem finale. 87+ Ingo-Punkte.

Fattoria le Fonti Chianti Classico Riserva DOCG 2007
100% Sangiovese
Hervorragende Nase, dicht, komplex, tolle Sangiovese-Typizität. Ätherisch. Am Gaumen mit toller, süßer Kirschfrucht, sehr schönem Schmelz und mürben Tanninen. Feinwürzig, Kohle, Teer. Feine Säurestruktur. Ein hervorragender Wein, noch jung, jedoch mit viel Potential. 91+ Ingo-Punkte.

Fattoria Nittardi Chianti Classico Riserva DOCG 2006
95% Sangiovese, 5% Merlot
Bereits vor einigen Monaten hatte der Weinschreiber einen Nittardi mit viel Genuss verkostet. Und auch die Riserva weiß zu überzeugen: Sehr schöne, reine dunkle Beerenfrucht, druckvoll, mit viel Schmelz. Sehr elegante, feingliedrige Struktur, mürbe Tannine. Sehr elegant, süße, dunkle Beeren, Vanille, vielschichtig. International, aber sehr gut gelungen. 92 Ingo-Punkte.

La Porta di Vertine Chianti Classico Riserva DOCG 2006
100% Sangiovese
Im Auftakt ein gekochter Stinker. Doch dann wird der Wein zunehmend besser. Wieder setzen sich die typischen Aromen roter Beeren durch, Kirsche, Vanille. Ein moderner Wein, beerig, massig am Gaumen, feste Tanninstruktur. Mit der Zeit süße, opulent, mit toller Frucht. Ein Maul füllender Wein, saftig. Sehr gut. 90++ Ingo-Punkte.

Le Chiantigiane Chianti Classico Loggia del Sole DOCG 2007
80% Sangiovese, 20% weitere rote Rebsorten
Reinsortiger Charakter, obwohl nicht reinsortig ausgebaut. Rotbeerig, saftig, geschliffen, trinkig. Ein guter All-day Chianti. 85 Ingo-Punkte.

Le Chiantigiane Chianti Classico Geggiano Pontignano DOCG 2007
80% Sangiovese, 20% weitere rote Rebsorten
Der Weinschreiber notiert hier: Zu viel Restsorten. Geruch nach Verbandszeug, Salbe, dann beeriger Schmelz, gekocht. Überreifes Lesegut? Fast buttrig wirkend. Unentschlossene 82 Ingo-Punkte.

Panzanello Chianti Classico Riserva DOCG 2004
97% Sangiovese, 2% Cabernet Sauvignon, 1% Merlot
Sehr schöne Typizität. Vielschichtig, schöne rote Frucht. Sehr eleganter Wein, toller reifer Saft, Pflaume. Schöner Schmelz, elegant, klassisch. 87 Ingo-Punkte.

Poggio al Sole Chianti Classico DOCG 2007
90% Sangiovese, 10% weitere rote Rebsorten
Schön trinkig, beerig, leider etwas grüne Tannine, viel Biss. Dem Wein fehlt noch das Runde, Ausgewogene. Ob sich das noch ergibt? 82(?) Ingo-Punkte.

Poggio al Sole Chianti Classico Riserva Casasilia DOCG 2007
100% Sangiovese
Sehr schöne, komplexe, saubere Nase, klassisch, dicht, intensiv. Rote Beeren, mürbe Tannine. Sehr saftig, süße Frucht. Intensive Beerenaromen, kraftvolle Struktur, hervorragende Gerbstoffe. Eine komplett andere Visitenkarte des Weinguts! 92 Ingo-Punkte.

Querceto di Castellina Chianti Classico Riserva Vigneto Belvedere 2007
85% Sangiovese, 15% Merlot
In der Nase feine Röstaromen, tolle Frucht, Amarenakirsche. Tolle, vielschichtige Aromen, dicht, komplex, mit hervorragender Struktur am Gaumen. Wunderbar mürbe Tannine, eine herrliche Säurestruktur. Ein jugendlicher Wilder mit enorm viel Potential! 92+ Ingo-Punkte.

Perfekte Verkostungsmöglichkeiten!

Fazit
Der Weinschreiber war von der im Durchschnitt hohen Qualität der präsentierten Weine positiv überrascht. Klar, die verkosteten Riserva lagen qualitativ in der Regel deutlich über den einfachen Chianti Classico. Aber Chianti sollen ja nicht nur Weine zum Meditieren sein. Für die entspannten Situationen kommt ein einfacher Wein, also ein Easy-drinking Wein, manchmal sogar besser. Und auch für diese Ansprüche stellt die Toskana die passenden Weine bereit.
Das Fazit kann also nur positiv ausfallen. Zumal die Italiener auch in der Preisgestaltung ihrer Weine hinzu gelernt haben – was die Bordelaiser Winzer wohl erst noch lernen müssen.

CU

25. März 2010

ProWein 2010: Bordeaux 2007

Autor: | Zeit: 21:22 Uhr | Rubrik: Wein

Platz satt zum Verkosten! Nun stand also ein weiterer Bordeaux Jahrgang zur Verkostung bereit. Nach dem vermeintlichen Jahrhundertjahrgang 2005 sowie dem aus Sicht des Weinschreibers sehr interessanten Jahrgang 2006 wollte sich nun der allgemein als eher durchschnittlich eingestufte Jahrgang 2007 ebenfalls einer Prüfung unterziehen. Grund genug für den Weinschreiber, auch dieses Jahr wieder die Veranstaltung der SOPEXA mit der Union des Grands Crus de Bordeaux zu besuchen.

Dankenswerter Weise fand die diesjährige Präsentation der Bordelaiser Gewächse nicht – wie in den Vorjahren – in den Rheinterrassen, sondern direkt auf dem Messegelände statt. Der lästige Transfer zur Veranstaltung und wieder zurück zum Messegelände entfiel somit. Und auch der Veranstaltungsort war gut gewählt, war er doch viel geräumiger als der bisherige Veranstaltungssaal. Der von einigen Teilnehmern vermisste Blick auf den Rhein interessierte den Weinschreiber überhaupt nicht. Schließlich geht man zu solchen Veranstaltungen, um konzentriert Weine zu verkosten und nicht, um träumerisch die Schiffe auf dem Fluss zu zählen. So konnte sich der Weinschreiber also noch ausführlicher mit den großen Weinen des Bordeaux befassen.

Eines vorweg: Der Jahrgang ist heterogen. Viel Durchschnittliches wurde präsentiert. Aber es gab auch wieder viele interessante Tropfen zu verkosten. Einmal mehr zeigte hier die Appellation Saint-Julien, dass sie zu den Top Regionen im Bordeaux zählt. Die Léovilles sind und bleiben gute Deals. Aber auch das eine oder andere kleine Weingut konnte überzeugen.

Um sämtlichen Weinschreiber-kritischen Kommentaren wieder vorzubeugen, wiederholt der Weinschreiber gerne die Anmerkungen der letztjährigen Bordeaux Verkostungen:

1. Der Weinschreiber ist und bleibt – wie eigentlich jeder andere aufrichtige Weinverkoster auch – bei seinen Bewertungen stets subjektiv, auch wenn er versucht, möglichst objektiv zu bewerten. Dabei sollen die Punkte einen Richtwert aufzeigen. Sie erheben jedoch keinen Anspruch auf absolute und unwiderlegbare Wahrheit. Die Jahre werden zeigen, wie richtig der Weinschreiber die Weine im März 2010 eingeschätzt hat.

2. Der Weinschreiber trinkt noch keine vierzig Jahre Wein, kann also auf keine weit reichenden Erfahrungen oder vieljährige Beobachtungen hochklassiger Bordeaux verweisen. Die Verkostungsnotizen zum Jahrgang 2007 sind die eines interessierten, jedoch nicht allwissenden Verkosters.

3. Der Weinschreiber ist allerdings der (subjektiven) Meinung, dass sich ein hochklassiger Wein stets mit wahrnehmbarer Qualität zu präsentieren hat. Grüne Töne sind störend und führen zur Abwertung, weil die bisherige Erfahrung des Weinschreibers in Sachen Wein Grüntöne als ein sich später bewahrheitendes Zeichen minderer Qualität interpretieren lassen. Der Jahrgang 2007 offenbarte solche und solche Extreme. Ein unrühmliches Extrem fand der Weinschreiber leider beim Château du Tertre. Heftige Grüntöne, die nur schwer weg zu bekommen sein werden, führten hier zur Abwertung des Weins.

4. Der Weinschreiber sieht nach wie vor keinen Grund, den Bordelaiser Crus besondere Ehrfurcht entgegen zu bringen. Schließlich leben die Winzer vom Geld der Endverbraucher. Wenn dem Weinschreiber also etwas an einem Bordeaux nicht passt, wird es an entsprechender Stelle genannt.

5. Der Weinschreiber hat eine eigene Meinung. Diese kann auch von anderen Meinungen abweichen. Unfehlbarkeit gehört nicht zu den Tugenden des Weinschreibers. Allerdings auch nicht zu den Tugenden der anderen Verkoster.

6. Die Meinung einiger weniger selbsternannter Weinexperten, der gesamte Jahrgang wäre „absoluter Mist“ bzw. „grottenschlecht“, kann jedoch schlichtweg als absurd abgetan werden. Denn Weine sollten mehr sein als nur fette Fruchtbomben mit höchster Konzentration. Diese Erkenntnis setzt sich leider nicht bei allen Weinhändlern durch. Und so lange so gedacht wird, haben die Konzentrationsbomben immer noch eine Lobby zu Lasten der feinen, subtilen und eleganten Gewächse.

Und hier nun die subjektiv-objektive Wahrnehmung der vom Weinschreiber verkosteten Weine des Bordeaux-Jahrgangs 2007:

Pessac-Léognan
Château Carbonnieux 84
Domaine de Chevalier 85+
Château de Fieuzal 87
Château de France 81
Château Haut-Bailly 85
Château Haut-Bergey 87+
Château la Louvière 84
Château Latour-Martillac 84
Château Malartic-Lagravière 87
Château Olivier 87
Château Pape Clément 90
Château Picque Caillou 90 (tolle Neuentdeckung)
Château Smith Haut Lafitte 91

Saint-Emilion
Gläser waren auch genug da!
Château Canon 91+
Château Canon-la-Gaffelière 92+
Château Figéac 92
Château Franc-Mayne 86
Château la Couspaude 87+
Château la Dominique 87
Château la Gaffelière 90
Château la Tour Figéac 89
Château Larmande 84
Château Trottevieille 91

Pomerol
Château Clinet 89
Château Gazin 91
Château La Cabanne 88
Château La Pointe 86

Listrac-Médoc
Château Clarke 86+
Château Fonréaud 85+
Château Fourcas Hosten 85

Moulis-En-Médoc
Château Chasse-Spleen 90

Haut-Médoc
Château Beaumont 85
Château Belgrave 86
Château Camensac 88
Château Cantemerle 89
Château La Tour Carnet 89

Médoc
Château Greysac 84
Château La Tour de By 86

Margaux
Entspanntes Arbeiten
Château Brane-Cantenac 84
Château Cantenac Brown 85
Château Dauzac 85
Château Desmirail 84
Château du Tertre 79
Château Ferrière 84
Château Giscours 82
Château Kirwan 85
Château Labégorce 85
Château Lascombes 85
Château Marquis de Terme 87+
Château Prieuré-Lichine 88
Château Rauzan-Gassies 90
Château Rauzan-Ségla 89

Saint-Julien
Château Beychevelle 85+
Château Branaire-Ducru 86
Château Gruaud Larose 89+
Château Lagrange 91
Château Langoa Barton 92+
Château Léoville Barton 93+
Château Léoville Poyferré 92+
Château Saint-Pierre 89
Château Talbot 88

Pauillac
Château Batailley 88
Château Clerc-Milon 89+
Château Croizet-Bages 87
Château d’Armailhac 89
Château Haut-Bages Libéral 88
Château Lynch-Bages 87
Château Lynch-Moussas 85
Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande 90
Château Pontet-Canet 86

Saint-Estèphe
Château Cos Labory 89
Château de Pez 88
Château Ormes de Pez 88
Château Phélan Ségur 91+

Sauternes/Barsac
Château Coutet 90
Château de Fargues 91
Château Doisy Daëne 91
Château Guiraud 94
Château La Tour Blanche 89
Château Lafaurie-Peyraguey 91

Das waren die vom Weinschreiber verkosteten Weine. In knapp vier Stunden konzentrierter Verkostung ein sehr umfangreiches, jedoch sicher machbares Programm. Im Anschluss an die Veranstaltung gönnte sich der Weinschreiber dann erstmal ein nicht alkoholisches Getränk: Ein Glas Milch.

CU

20. März 2010

Was haben die ProWein und Weihnachten gemeinsam?

Autor: | Zeit: 18:47 Uhr | Rubrik: Wein

Sie kommen beide jedes Jahr wieder völlig überraschend. Da nimmt man sich vor, dieses Jahr aber wirklich den Messebesuch vernünftig zu planen und sitzt am Abend vorher wieder vor der Ausstellerliste und ärgert sich auf’s Neue. Die (relevante) Post muss auch noch sortiert werden. Und die digitalen Geräte brauchen auch noch Strom. Und das am Samstag Abend…

CU’

Schöne Überraschung

Autor: | Zeit: 00:18 Uhr | Rubrik: Wein

Das Wochenende wurde sehr schön eingeleitet. Ein unverhofft auf den Tisch gekommener Chateau Camensac 2004 machte viel Spaß im Glas! Aus einem klassischen Jahrgang zeigt er sehr schöne, reife Aromen dunkler Beeren, etwas Süßholz, viel Frucht und durchaus auch eine elegante Tiefe. Wirklich ein Wein, den der Weinschreiber gerne öfter im Glas hätte. 88 Ingo-Punkte.

16. März 2010

Countdown

Autor: | Zeit: 21:19 Uhr | Rubrik: Wein

Am Sonntag ist es wieder soweit: Die ProWein in Düsseldorf, sicher die wichtigste Weinmesse im deutschsprachigen Raum, öffnet wieder für drei Tage die Pforten. Grund genug für den Weinschreiber, langsam aber sich mit der Vorbereitung des Messebesuchs zu beginnen. Denn der will gut geplant sein. Ansonsten wird die Messe schnell unübersichtlich.

Aber mit einem Glas Poesie 2006 vom Rotweingut Maria Kerschbaum fällt die Planung gleich um einiges leichter: Dunkle Beeren, rustikal erdiger Charakter, feste, gut integrierte Tannine und ein sehr schöner Biss. Da wird der Besuch des Kerschbaum’schen Messestands gleich wieder fest eingeplant.

CU

13. März 2010

Rheingauer Entdeckungen

Autor: | Zeit: 19:11 Uhr | Rubrik: Wein

null Den Weinschreiber zieht es jedes Jahr in den Rheingau. Nicht nur des Rieslings wegen. Die Region bietet viel Abwechslung, auch kulinarisch. Eine empfehlenswerte Anlaufstelle ist das Restaurant im Hotel Zum Krug in Hattenheim. Das Etablissement gehört sicher zu den besten Anlaufstellen für Kulinariker im Rheingau. Und die Krug’sche Weinkarte kann sich ebenfalls sehen lassen. Dies dachten sicher auch die Juroren des Gault Millau, die sie zur Weinkarte des Jahres 2008 kürten.

Die bekannten Tropfen zu bestellen, ist die eine, die einfache Weise, den Abend vinophil zu bestreiten. Sich auf die unbekannten Namen einzulassen, neues Terrain zu betreten, ist jedoch die aufregendere Art des Genusses. Und so entschied sich der Weinschreiber, ein ihm bis dato völlig unbekanntes Weingut auszuwählen. Dass sich die Entscheidung als ein abendlicher Volltreffer erweisen sollte, deutete sich schon bei der ungewohnt offenen und positiven Reaktion der Servicekraft bei der Auswahl des Weins an.

Das war der erste Kontakt mit dem Weingut Ferdinand Abel aus Oestrich. Der Wein war ein Oestricher Lenchen Erstes Gewächs 2006. Und noch am gleichen Abend stand fest: Dieses Weingut hat einen Besuch verdient.

Die Chronik des Weinguts reicht zurück bis in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seit dem Jahr 2000 leitet Reiner Abel unterstützt von seiner Frau Eva das Gut. Mit ihr durfte der Weinschreiber die Weine aus dem Hause Abel näher kennen und schätzen lernen.

Die Anbaufläche des Weinguts beträgt etwa 9,5 ha. Angebaute Rebsorten sind – natürlich – der Riesling, jedoch auch der Spätburgunder sowie seit einiger Zeit auch der weiße Burgunder. Konsequente Ertragsreduzierung, eine selektive Lese des vollreifen Traubenguts sowie deren schonende Verarbeitung schaffen die Grundlage für gleichbleibend gute Qualitäten.

Den größten Teil der Weine verkauft das Weingut Abel direkt an den Endverbraucher. Daher sind die Weine in der Regel auch nicht in den Regalen der Weinhändler zu finden. Aber der Weg zum Weingut lohnt sich. Denn die Rieslinge überzeugen durch die Bank mit einer wunderbaren Mineralität, einer animierenden Frucht und vielschichtigem Aromenspektrum. Das trockene Flaggschiff des Hauses, das Oestricher Lenchen Erstes Gewächs, bringt alles mit, was man von einem solchen Wein erwartet. Außer den Preis. Denn mit knapp über 13 € ist das Erste Gewächs geradezu verschwenderisch günstig. Der Charakter der Lage kommt wunderbar zur Geltung. Dass der Wein auch in seiner frühen Reife voll überzeugen kann, zeigte der 2006er aus dem Hattenheimer Krug.

Alles in allem ist das Weingut Ferdinand Abel absolut eine Adresse, die sich Weinliebhaber merken sollten. Die Weingläser im Schrank werden sich auf solche Tropfen freuen.

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