DAS war eine harte, letztendlich aber auch erfolgreiche Woche! Und sie gipfelt nun in einem Besuch der Weinreigion Mosel. Genauer, einem Besuch des schönen Örtchens Bernkastel. Das Wochenende steht ganz im Zeichen des Genusses. Und der Wellness. Der Weinschreiber wird berichten. Anschließend, nicht live! Denn hier geht es erstmal um Erholung. Die ist nötig.
Nächste Woche mehr.
CU
Châteauneuf-du-Pape ist eigentlich nur ein kleiner Ort im Süden Frankreichs. Für Weinliebhaber bedeutet der Name jedoch mehr. Viel mehr. Denn die Weine gleichen Namens haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf in der Weinwelt erobert. Die charaktervollen, authentischen Weine dieser Region bilden in ihrer Stilistik eine gelungene Alternative zu den im Vergleich eher filigranen, geschliffenen Spitzenweinen anderer Regionen, wie etwa dem Bordelais. Hier geht es rustikaler zu, vollwürziger, ehrlicher. Und das trotzdem auf teilweise sagenhaft hohem Niveau.
Eines der Weingüter, welches für den guten Ruf der Region verantwortlich ist, ist Clos Saint-Jean, ein Familienweingut, das nicht nur Weltklasseweine produziert, sondern diese darüber hinaus auch noch zu fast verschwenderisch günstigen Preisen anbietet. Auch Robert Parker, der wohl bekannteste und einflussreichste Kritiker der Welt, lobt dieses Weingut Jahr für Jahr und hebt es regelmäßig in den Kreis der Kandidaten zum Weingut des Jahres in Châteauneuf-du-Pape. Auch wenn der Weinschreiber häufig anderer Meinung als der Weinpapst aus den USA ist: Hier gibt er Parker recht. Die Weine von Clos Saint-Jean sind einfach ein Muss im Weinkeller eines jeden Weinliebhabers!
Clos Saint-Jean erfüllt die besten Voraussetzungen für die Vinifikation höchstwertiger Weine: Uralte Rebstöcke auf einer der besten Lagen des Châteauneuf-du-Pape: Le Crau. Hieraus erzeugen die Gebrüder Vincent und Pascal Maurel wunderbare Weine, die zwar zu den rustikalen, jedoch auch zu den authentischsten Gewächsen der Region zählen. Doch mit dem Jahrgang 2007 haben selbst die erfolgsverwöhnten Brüder Maurel Außergewöhnliches geleistet. Der Châteauneuf-du-Pape des Hauses kann getrost als einer der besten bisher von den Brüdern vinifizierten Weine angesehen werden.
Clos Saint-Jean: Châteauneuf-du-Pape 2007
Der Wein ist – natürlich – eigentlich viel zu jung, um getrunken zu werden. Doch die Neugier siegt. Und so musste die erste der eingelagerten Flaschen ihrer Bestimmung zugeführt werden.
Im Glas schimmert der Wein erstaunlich klar, eben nicht tiefschwarz, sondern in einem kräftigen, zwar dunklen, jedoch klaren Rot im Glas.
In der Nase machen sich kühle, würzig-opulente Aromen breit. Trüffel, Pfeffer, Kräuter, aber auch ein Hauch von dunklen Beeren, etwa Brombeere, Blaubeere. Sehr erdig, würzig, eher verhalten fruchtig. Die Grenache als Leitrebe zeigt hier derzeit deutlich, wer die Traube im Hause ist. Fein süße Aromen nach Nougat, Schokolade gesellen sich hinzu. Ein Wein in kraftprotzender Jugend, noch wild, ungestüm, Hardrock eben. Süße Frucht stößt auf wilde Kräuter.
Am Gaumen opulent, kraftvoll, enorme Konzentration, dicht gewoben, komplex. Ein Wein mit viel Schmelz, sehr schön seidigen Tanninen. Cremige Struktur, tolles, fein integriertes Tanningerüst, hervorragende Säurestruktur. Viel Wein, viel Schmelz, viel jugendliche Ungestümtheit.
Der Abgang zeigt sich kräftig, von der Würze des Weins getragen, lang und nachhaltig. Von A bis Z also ein Châteauneuf-du-Pape, der seinem Namen mehr als nur gerecht wird. 93+ Ingo-Punkte.
Parker nennt 2007 den größten Jahrgang aller Zeiten im Châteauneuf-du-Pape. Wer diesen Wein trinkt, wird dem Weinguru sicher zustimmen. Denn was der Weinliebhaber hier im Glas vorfindet, ist schon großes Kino – und natürlich für alle Weinverrückten ein Must Buy!
Ach so! Die Flasche gehört übrigens auch zu den schönsten der Region: Typisch bauchig und mit einem ins Glas eingelassenen Signet ist sie eine ideale Vertreterin der Weinregion.
CU
Heute soll es mal ein gereifter Shiraz aus Australien sein. 11 Jahre alt - und nicht mehr so überseeisch, wie viele andere Shiraz, die den geneigten Weinliebhaber so oft
abschrecken. Doch dieser Shiraz zeigt sich überraschend europäisch, ja geradezu zugänglich. Doch lesen Sie selbst:
Classic McLaren Wines PTY LTD: Classic McLaren Vale Shiraz 1999
Wunderbar ausgewogene Aromen nach Graphit, schwarzer Johannisbeere, Sauerkirsche, noch mal Bleistift, Kirsche, ein Hauch Lakritze, Süßholz, dann aber auch Eukalyptus, feine Kräuter, feiner Pfeffer, eben ein wunderbar gereifter Shiraz ohne überseeische überlagerte Wucht und vordergründige Opulenz.
Am Gaumen mit sehr schön integrierter Säurestruktur, toller, animierender Frucht, Kirsche, saftigem Charakter. Ein toller fein pfeffriger Körper, sehr gute Frucht, sehr elegant, fertig gereift. Ein sehr schöner Tropfen, schönes Finale, saftig, kräftig, elegant. Schöne 89 Ingo-Punkte.
Ein sehr von der Frucht getragener Wein, dessen typische Aromenstrukturen bereits sehr schön integriert sind. Wer diesen Shiraz sein Eigen nennt, sollte ihn nun mit viel Genuss über das Jahr öffnen. Er bietet derzeit maximalen Trinkspaß und wird sicher nicht mehr wesentlich besser. Also nur Mut und viel Vergnügen beim Genuss des Weins!
CU
So langsam aber sicher kommt Schwung in die Sache: Mehr und mehr Personen schließen sich der Petition an und versuchen damit, den Bau der Hochmoselbrücke zu verhindern. Hoffentlich nicht zu spät! Vielleicht hätte man, hätten wir Weinblogger früher auf die Misere aufmerksam machen sollen, die sich in Rheinland-Pfalz derzeit abspielt.
Auch wenn mit dieser Verschwendung von Steuergeldern, dieser Zerstörung deutscher Kulturlandschaften und der Zerstörung weltweit geachteter Weinlagen eigentlich kein sinnvolles wirtschafts- oder sozialpolitisches Ziel verfolgt wird, scheint es keine ausreichende Lobby für den Stop dieses Irrsinnsprojekts zu geben.
Aber wer versucht, etwas zu ändern, kann vielleicht verlieren. Wer jetzt schon aufgibt, hat bereits verloren!
Daher nochmals ein dringender Appell, diese Petition zu unterstützen! Auch die SPD-Anhänger und/oder SPD-Parteimitglieder sollten hier über ihren Schatten springen. Denn hier geht es nicht mehr um Parteipolitik, sondern um das Abwenden eines wirklich nachhaltigen Schadens, der uns alle betrifft.
CU
Tja, das gilt nach dem heutigen Debakel gegen den Abstiegskandidaten Hannover 96 für Schalke 04 wohl auch in der Spielzeit 2009/20110. Wer bei der Vergabe des Meistertitels mitreden will, muss solche Gegner schlagen - ohne wenn und aber.
Dass Schalke als Aufbaugegner für schwächelnde Clubs immer wieder gut ist, trifft den Weinschreiber am meisten. Unabhängig von der tollen bisherigen Leistung der Knappen darf ein solcher Fehltritt im Endspurt der Saison einfaach nicht passieren.
Was bleibt, ist den Hannoveranern zum Sieg und dem FC Bayern München zur Meisterschaft zu gratulieren.
C’est la vie.
CU
Wenn man Clos de L’Oratoire sagt, muss man gleich auch noch ergänzen, um welchen Wein es sich dabei handelt: Dem wohlbekannten Châteauneuf-du-Pape oder jenem bordelaiser Gewächs aus dem Hause des Comtes von Neipperg, also dem Grafen Stephan von Neipperg. Heute geht es um den Grand Cru Classé aus dem Bordeaux, den der Weinschreiber im Glas vor sich stehen hat.
Da Haus Neipperg ist den eingefleischten Weinliebhabern schon länger ein Begriff. Namen wie La Mondotte, Château Canon La Gaffelière, Château d’Aiguilhe, Château Peyreau oder die seit 2006 bestehende Beteiligung am Château Guiraud, einem Premier Grand Cru aus dem Sauternes, sind alle ein Teil des Neipperg’schen Besitzes. Und wer diese Weine schon einmal verkosten konnte wird wissen, dass es Schlimmeres gibt, als solche Weingüter sein Eigen zu nennen.
Doch zurück zum eigentlichen Wein. Sehr schön aufbereitet sind die technischen Informationen über den Clos de L’Oratoire auf der Webseite des Grafen. Die Lese fand vom 22.09. - 01.10.2006 und erbrachte einen Ertrag von 38 hl/ha. Die Weinbereitung fand 28 Tage lang in Holztanks statt, der weitere Ausbau dauerte 18 Monate lang in zu 70% neuen Fässern auf feiner Hefe. Es fand keine Schönung und Filtration statt. Im Mai wurde dann die fertige Cuvée aus 95% Merlot und 5% Cabernet Franc mit einem Alkoholgehalt von 13,5% in Flaschen gefüllt. So weit, so gut. Zumindest die Cabernet Sauvignon Liebhaber werden an diesem Wein nur überschaubare Freude haben. Und auch Miles aus dem Film Sideways, der bekanntlich keinen Merlot trinkt, wird nur wenig Spaß beim Verkosten dieses Tropfens haben. Und der Rest der Weinwelt?
Château Clos de L’Oratoire, Saint Emillion Grand Cru Classé 2006
Im Glas schimmert der Wein in einem satten Purpur Rot. In der Nase machen sich gleich Aromen süßer Beeren breit, dazu feine Holztöne, ein Hauch florale Komponenten. Feinwürzige, schokoladig unterlegte Aromen, Blaubeere, balsamische Noten.
Am Gaumen frisch, beerig, mit sehr schöner Tiefe. Dunkle Beeren, schokoladige Noten, feine Kräuter. Sehr schöne Säurestruktur, feines, hervorragendes Tanningerüst. Ein Maul voll Wein, nicht zu aufdringlich, aber sehr charmant. Die Süße des Merlot spielt natürlich ihre Vorzüge auf. Aber auch der Cabernet Franc versteht es, die Komposition abzurunden. Sehr schöner Schmelz, gutes, von dunkler Beerenfrucht getragenes Finish. 90+ Ingo-Punkte für einen gelungenen Vertreter des Hauses Neipperg sowie der Region Saint Emillion.
Und die Merlot-Verweigerer? Die werden ein sehr schönes Weinerlebnis zu – für bordelaiser Verhältnisse – günstigen Preisen verpassen. Betrachten wir es positiv: Dann bleibt mehr übrig für den Rest der Weinwelt.
Ach! Und noch etwas: PETITION UNTERZEICHNEN!!! DANKE!!!
CU
ACHTUNG!!! +++ WICHTIG!!! +++ HELFEN SIE MIT!!! +++ ACHTUNG!!!
Der Weinschreiber hat die Petition schon unterschrieben. Denn der politische Irrsinn hat eine neue Dimension erreicht. Zumindest im Dunstkreis des Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. Es ist schlichtweg unfassbar, wie ignorant Entscheidungsträger an Projekten festhalten, selbst wenn diese nachweislich keinerlei positiven wirtschaftlichen Auswirkungen für alle Beteiligten haben. Doch worum geht es eigentlich?
Ein in den 60er Jahren zunächst als Autobahn A60 zur Verbindung der amerikanischen Militärflugplätze Spangdahlem, Hahn und Ramstein geplantes Bauvorhaben wurde mangels ausreichender Verkehrserwartung in den 80ern zur Bundesstraße (B 50 neu) heruntergestuft. Doch der Plan eines Hochmoselübergangs, also einer monströsen Brücke quer über das Moseltal, wurde trotzdem nicht begraben. Im Gegenteil: Nun soll die Brücke noch höher und länger ausfallen: 160 x 1700 Meter statt 144 x 1500 Meter. Zusätzlich sind noch entsprechende neue Anbindungen an die Brücke geplant, so dass das Moseltal durch dieses Bauprojekt nachhaltigen Schaden nehmen würde.
Einen wirtschaftlichen Nutzen dieser neuen Strecke gibt es - mittlerweile - nicht mehr. In der Zwischenzeit sind alternative Routen geplant und auch verwirklicht worden, insbesondere die Rheinschiene (A 61) und die Autobahnstrecke Bitburg-Trier-Kaiserslautern (A1/A62), so dass der Hochmoselübergang für diese Strecken mittlerweile als Umweg gelten muss. Das hält den Landesvater und seine Zuarbeiter jedoch nicht davon ab, trotzdem an diesem Bauwahnsinn festzuhalten. Welche Gründe hier wirklich eine Rolle spielen, bleibt im Unklaren. Die verantwortliche Lobby scheint an dieser Stelle auf jeden Fall bisher hervorragende Arbeit geleistet zu haben.
Normalerweise versucht der Weinschreiber, absolut unpolitisch zu sein. Doch bei diesem Wahnsinn geht es nicht mehr um Parteien. Hier geht es um den Irrsinn, den wenige Personen zu verantworten haben und somit ein wichtiges Stück Kulturlandschaft zerstören, was uns allen gehört. Dass dieses Bauvorhaben auch erhebliche Auswirkungen auf den deutschen Weinbau haben wird, zeigt das Bild weiter unten. Einige der besten Mosellagen werden durch die Brücke und die Zufahrtsstraßen nachhaltig beschädigt, wenn nicht gar ganz zerstört. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Hier geht es um zum Teil 2000 Jahre alte Weinberge von Weltruf. Aber der kulturelle Faktor scheint bei der Entscheidungsfindung des Ministerpräsidenten Beck eine nachgelagerte Priorität zu besitzen. Hoffentlich erinnern sich die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Landtagswahl an seine Art der Landesverwaltung.

Leider recht schwer zu erkennen. Der rote Strich zeigt das geplante Bauvorhaben - mitten durch Weinlagen von Weltruf. Unfassbar…
Weitere Informationen zum Bauprojekt finden Sie hier.
Zur Petition bitte hier klicken.
CU
Der Weinschreiber hat den Wein schon länger im Keller. Denn schon als der Wein auf den Markt kam, konnte er ihn sozusagen frisch verkosten. Und schon da war dem Weinschreiber klar, dass es sich bei diesem Brunello um eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse der letzten Jahre aus Italien handeln würde.
Und nun hat sich der Weinschreiber dazu entschlossen, eine weitere Flasche dieses Tropfens zu öffnen. Viele geneigte Leser werden empört aufschreien, handelt es sich bei der Auswahl des heutigen Weins doch um einen eigentlich viel zu jungen Wein, dessen Reife sicher noch nicht auf dem Höhepunkt angelangt ist. Doch was nutzt es, wenn die Neugier größer ist, als die Vernunft!
Aber: Was für ein Traumwein! Ein geradezu opulenter Tropfen, verschwenderisch seine Aromenvielfalt preisgebend. Aromen von Dörrpflaume, Dattel, Blaubeere, eingelegte Kirschen. Sehr beerig, opulente, gleichzeitig jedoch auch hyperfeine Nase. Die intensive Eleganz des Weins betört geradezu, macht die Nase trunken, greift die Sinne in ihrem Innersten an. Schlichtweg süchtig machend.
Auch am Gaumen zeigt sich der Wein ungemein beerig, geradezu fleischig, mit toller Dichte und Konzentration, stoffig, mit einem Hauch Schokolade belegte Beeren, etwas Heu, jedoch viel saftiger Frucht. Feinste Tannine und eine geradezu perfekte Säurestruktur machen den Wein zu etwas wirklich Großartigem! Auch das Finale ist lang, beerig, herrlich intensiv-elegant.
Der Weinschreiber hatte ja vieles geglaubt. Aber dass sich dieser Brunello so entwickelt, durfte er beim besten Willen nicht erwarten. 96 Ingo-Punkte und die dringende Empfehlung, den Wein vor dem Genuss mindestens ein, zwei Stunden vorab zu dekantieren!
CU
Tja, die Schalker müssen wohl noch lernen, dass auch zwischen der 25. und 26. Spielminute Fußball gespielt wird. Die Bayern hatten mal wieder den berühmten Dusel. Und Schalke einfach nicht die Abgeklärtheit, die Big Points zu machen. Schade.
CU
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Bodegas Valdemar:
Die Bodegas Valdemar ist ein alt eingesessener Familienbetrieb. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1889. Der heutige Besitzer, Jesus Martinez Bujanda, leitet das Weingut gemeinsam mit seinen Kindern Ana und Carlos. Und dies auch sehr erfolgreich, wie der aktuelle Wein der Woche beweist.
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